Die Aussage, dass die Ukraine den Krieg nicht verlieren wird, ist nicht nur die Position der ukrainischen Führung. Auch einflussreiche Weltpolitiker – insbesondere Vertreter der Vereinigten Staaten – teilen diese Überzeugung. Einer von ihnen ist der republikanische US-Senator Lindsey Graham, der offen erklärt: Die Rhetorik von einer angeblich unvermeidlichen Niederlage der Ukraine sei Teil der russischen Desinformationskampagne und habe nichts mit der Realität auf dem Schlachtfeld zu tun.
Graham ist überzeugt: Behauptungen über eine Niederlage der Ukraine im Krieg gegen Russland sind nichts anderes als ein Element der russischen Informationsstrategie. Diese Narrative, so der Senator, seien nicht wahrheitsgetreu und würden aktiv vom Kreml verbreitet, um das Vertrauen in die ukrainische Widerstandskraft zu untergraben und die Unterstützung durch die europäischen Partner zu schwächen.
„Man muss sich nur die Landkarte anschauen. Vergleicht man die Situation heute mit der vor einem Jahr, hat sich kaum etwas verändert. Die Ukraine hält die Verteidigungslinien. Alle Gespräche über eine Niederlage sind reine russische Propaganda“, betonte Graham.
Zudem kündigte er an, mit europäischen Partnern über die Möglichkeit zu sprechen, den Preisdeckel für russisches Öl zu senken. Diese Maßnahme könne die russische Wirtschaft und die Produktionskapazitäten der russischen Kriegsmaschinerie ernsthaft treffen.
„Wenn Europa sich dazu durchringt, werden die Folgen spürbar sein. Das würde Russlands Fähigkeit zur Finanzierung seiner Aggression tatsächlich schwächen. Und außerdem – wir müssen die Sanktionspolitik gegenüber China koordinieren. Der Senat bereitet entschlossene Maßnahmen vor“, sagte Graham.
Er informierte außerdem darüber, dass in der kommenden Woche ein Briefing im US-Senat mit ukrainischen Vertretern stattfinden werde, bei dem neue Unterstützungsinitiativen für die Ukraine besprochen werden sollen.
„Wir kehren nach Washington zurück, um unsere Kollegen zu informieren. Ich werde persönlich mit dem Mehrheitsführer sprechen, und er wiederum mit dem Minderheitsführer, Senator Schumer. Wir müssen geschlossen handeln“, erklärte Graham.
Er kritisierte auch Russland dafür, Friedensinitiativen nur vorzutäuschen. Der Kreml nutze Verhandlungen ausschließlich als Taktik zur Zeitverzögerung und habe keine ernsthaften Absichten, die Kampfhandlungen zu beenden.
„Präsident Trump strebt Frieden an. Das ist eine seiner Prioritäten. Aber Frieden ist ohne einen verantwortungsvollen Partner nicht möglich. Und Putin ist kein solcher Partner. Die Ukraine hat ihrerseits alle Forderungen erfüllt: Sie hat einem bedingungslosen Waffenstillstand zugestimmt und eine Liste von Maßnahmen zur Friedenssicherung vorgelegt. Moskau hingegen zögert“, so der US-Senator.
Graham warnte zudem: Russland setzt auf einen Abnutzungskrieg und hofft, dass die Partnerländer der Ukraine das Interesse verlieren und die Unterstützung einstellen. Doch diese Strategie sei zum Scheitern verurteilt.
„Die Ukraine wird nicht verlieren. Das ist nur ein Mythos, den Moskau verbreitet. Die Realität sieht ganz anders aus“, resümierte Lindsey Graham.
Graham versprach auch, mit den europäischen Verbündeten über eine Senkung des Ölpreisdeckels für Russland zu sprechen. Gleichzeitig warnte er China vor einer Zusammenarbeit mit Russland: „Wenn Sie weiterhin billiges russisches Öl kaufen, werden wir auf alle Ihre Waren, die in die USA geliefert werden, einen Zollsatz von 500 % erheben.“