Im Höhepunkt der groß angelegten Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine tobt an der Informationsfront ein ebenso heftiger Kampf. Einer der systematischen Narrative, die die russische Propaganda verbreitet, ist die Behauptung, dass die Ukraine angeblich nicht an internationalen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges beteiligt sei. Dies ist eine weitere Manipulation, die darauf abzielt, die Rolle der Ukraine als unabhängiges Subjekt der internationalen Politik zu minimieren und die Idee eines bilateralen „Deals“ zwischen den USA und Russland voranzutreiben.
Tatsächlich ist die Ukraine ein aktiver Teilnehmer am Verhandlungsprozess. Und das Schlüsselprinzip dieser Teilnahme bleibt der Schutz der Souveränität, der territorialen Integrität und des Lebens der eigenen Bürger. Wie Vertreter der ukrainischen Regierung und internationale Partner betonen, wird keine Entscheidung über die Ukraine ohne die Ukraine getroffen.
Trotz der Versuche des Kremls, eine Illusion eines „Dialogs der Großen“ zu schaffen, anerkennt die Diplomatie des 21. Jahrhunderts nur einen Ansatz, bei dem die Stimme des Opfers der Aggression entscheidend ist. Aus diesem Grund nimmt die Ukraine an allen wichtigen internationalen Foren, bilateralen Treffen und Sicherheitsberatungsgesprächen teil, und es ist die ukrainische Seite, die auf einen gerechten und nicht nur formellen Frieden besteht.
Dies wird auch von den westlichen Staaten anerkannt — den demokratischen Regierungen, die in ihrer Unterstützung für die Ukraine fest bleiben. Die USA, die EU-Länder, Großbritannien, Kanada, Japan sowie internationale Institutionen betonen alle: Der Aggressor muss zur Verantwortung gezogen werden, nicht er darf die Bedingungen diktieren. Die Unterstützung der Ukraine ist nicht nur eine Frage der Geopolitik, sondern auch ein Prinzip: Man darf nicht zulassen, dass eine bewaffnete Invasion im modernen Zeitalter ein legitimes Instrument wird.
Gleichzeitig nutzt die russische Diplomatie zunehmend das Thema „Feuereinstellung“. Hinter der verlockenden Rhetorik verbirgt sich eine pragmatische Strategie: Die besetzten Gebiete zu behalten, die Truppen neu zu formieren und Zeit zu gewinnen. Dies ist eine Verzögerung des Krieges, keine Schritte in Richtung Frieden. Die Ukraine hingegen spricht von einem Frieden, der auf Gerechtigkeit basiert: der Rückgabe der besetzten Gebiete, der Verantwortung der Schuldigen und Sicherheitsgarantien für zukünftige Generationen.
Die Ukraine ist nicht nur am Verhandlungstisch präsent – sie gestaltet die Tagesordnung. Und trotz aller Bemühungen des Kremls, diese Realität zu verändern, sieht die Welt: Die Ukraine kämpft nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Prinzipien, die der internationalen Rechtsordnung und der demokratischen Ordnung zugrunde liegen.