1&1 will ab dem kommenden Jahr mobiles Arbeiten für einen Teil der Beschäftigten am Standort Montabaur abschaffen. Betroffen sind nach den vorliegenden Angaben rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Unternehmensbereich mit Betriebsrat.
Die Entscheidung wurde laut Golem am 25. September in einem konzernweiten Blogeintrag bekanntgegeben. Nach den Angaben des Mediums schließt das Unternehmen in Montabaur einen Teil von der unternehmensweiten Regelung zu sogenannten Coverdays aus.
Die Personalchefin begründete den Schritt mit unterschiedlichen Vorstellungen über die Ausgestaltung der Arbeitszeiten bei den Coverdays. 1&1-Sprecher Thomas Kahmann sagte gegenüber Golem, die Rücknahme der Homeoffice-Regelung stehe im Zusammenhang mit der gesetzlichen Pflicht zur Arbeitszeiterfassung.
Trotz langwieriger Verhandlungen habe es mit dem Betriebsrat keine Einigung über die Zeiterfassung im Homeoffice gegeben, sagte Kahmann dem Medium weiter. Der Schritt sei nötig gewesen, um die gesetzlichen Vorgaben fristgerecht umzusetzen.
Unklar ist bislang, wie das Unternehmen mit Beschäftigten umgehen will, die vertraglich eine vollständige mobile Arbeit zugesichert bekommen haben. Nach Informationen von Golem handelt es sich dabei um eine mittlere zweistellige Zahl von Mitarbeitern.
Von der neuen Regelung sind die 1&1-Standorte Karlsruhe und Zweibrücken nicht betroffen. Der Betriebsrat des betroffenen Teilbetriebs wurde im Dezember 2023 gewählt. Verdi verwies zudem auf eine jahrelange Auseinandersetzung mit der Geschäftsleitung.