Bund beginnt mit der Reprivatisierung des Energiekonzerns Uniper

Bund beginnt mit der Reprivatisierung des Energiekonzerns Uniper

Mai 19, 2026
1 min. lesezeit

Die Bundesregierung hat die Reprivatisierung des Düsseldorfer Energiekonzerns Uniper eingeleitet. Dies geschieht rund dreieinhalb Jahre nach der Verstaatlichung des Unternehmens, das in der Energiekrise 2022 mit Milliardenhilfe des Staates gerettet wurde. In einer formalen Bekanntmachung wurde angekündigt, dass der Bund am Ende des Prozesses noch 25 Prozent plus eine Aktie an Uniper halten wird, um strategische Anteile zu sichern.

Kaufinteressenten müssen sich bis zum 12. Juni mit einer Absichtserklärung bei den koordinierten Investmentbanken UBS und JP Morgan sowie dem Finanzministerium melden. Angesichts der angestrebten Verkaufsmodalitäten wird ein außerbörslicher Verkauf als bevorzugte Option bezeichnet. Der aktuelle Börsenwert von Uniper liegt bei etwa 18 Milliarden Euro. Es wird befürchtet, dass der Aktienkurs sinken könnte, wenn der Bund größere Anteile verkauft.

Die Entscheidung über die Form und den Umfang der Transaktion steht noch aus, und eine endgültige Entscheidung ist nicht getroffen worden. Während die Reprivatisierung voranschreitet, wird auch ein möglicher Börsengang im Januar 2027 in Betracht gezogen.

Uniper gilt als einer der größten Energielieferanten in Europa mit einer breiten Kundenbasis von rund 1.000 Stadtwerken und Firmen. Das Unternehmen war in eine kritische Lage geraten, nachdem Russland 2022 die Gaslieferungen nach Deutschland einstellte.

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