Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 einen Gewinn vor Steuern von 2,68 Milliarden Euro erzielt, was eine Steigerung um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Erträge des Unternehmens stiegen um neun Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Analysten hatten zuvor mit einem Rückgang des Gewinns auf 2,27 Milliarden Euro und Erträgen von lediglich 8,09 Milliarden Euro gerechnet. Unternehmenschef Christian Sewing begründete die Rekordergebnisse mit einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin.
Besonders der Bereich der Investmentbank profitierte von der Belebung im Fusions- und Übernahmegeschäft sowie von großen Börsengängen, an denen die Deutsche Bank beteiligt war. Der Gewinn vor Steuern in dieser Sparte erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 60 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro.
Auf Grundlage dieser Ergebnisse zeigt sich die Deutsche Bank optimistisch hinsichtlich ihrer Ziele für 2028. Sewing äußerte, dass die aktuellen Erfolge die Zuversicht stärken, die vorgenannten Ziele sogar zu übertreffen. Im zweiten Halbjahr plant die Bank, weitere 500 Millionen Euro für den Rückkauf eigener Aktien einzusetzen.
Zusätzlich vermeldete die DWS, die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank, einen Anstieg des verwalteten Vermögens auf ein Rekordvolumen von 1,19 Billionen Euro bis Ende Juni 2026. Trotz dieser positiven Entwicklung sank der Nettogewinn im zweiten Quartal im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um zehn Prozent auf 237 Millionen Euro, was auf eine im ersten Quartal verbuchte Performancegebühr zurückzuführen ist.
Insgesamt betrachtet, zeichnen sich im Geschäftsjahr 2026 positive Trends ab, die auf eine Stabilisierung und ein weiteres Wachstum der Deutschen Bank hinweisen.