EU-Kommission leitet Verfahren gegen die Plattform Shein ein

EU-Kommission leitet Verfahren gegen die Plattform Shein ein

Februar 17, 2026
1 min. lesezeit

Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen die Online-Shopping-Plattform Shein eingeleitet. Diese Untersuchung zielt darauf ab, insbesondere die Praktiken von Shein im Hinblick auf den Verkauf illegaler Produkte und die Sicherheit seiner Waren zu überprüfen. In den Fokus der Ermittlungen rückt unter anderem der Verdacht, dass auf der Plattform Produkte angeboten werden, die potenziell in den Bereich des illegalen Handels fallen, darunter Materialien, die sexuellen Kindesmissbrauch darstellen könnten.

Im Zusammenhang mit einem Vorfall in Frankreich, bei dem kindlich aussehende Sexpuppen auf der Plattform verfügbar waren, glaubt die EU-Kommission, dass ein systemisches Risiko für Verbrauchende in der EU besteht. Nach den Vorgaben der Europäischen Digitalgesetze sind große Plattformen dazu verpflichtet, gegen illegale Produkte vorzugehen und Anbieter zu warnen oder zu sperren.

Ein weiterer Punkt der Untersuchung befasst sich mit dem Design von Shein, welches als potenziell süchtig machend wahrgenommen wird. Die EU-Kommission untersucht, ob die Plattform ausreichende Sicherheitsmaßnahmen implementiert hat, um negative Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Nutzerinnen und Nutzer zu minimieren. Sie müssen zudem nachweisen, dass ihre Empfehlungsalgorithmen transparent sind und keine übermäßigen Daten von ihren Kundinnen und Kunden erheben.

Shein, ein Unternehmen mit Sitz in Singapur und sehr aktiv auf dem europäischen Markt, hat im Jahr 2025 etwa 145 Millionen monatliche Nutzer in der EU verzeichnet. Die EU-Kommission wird im Verlauf des Verfahrens Beweise und zusätzliche Informationen von Shein sammeln. Wird festgestellt, dass rechtliche Vorschriften verletzt wurden, könnten zunächst einstweilige Maßnahmen erfolgen, gefolgt von möglichen Geldbußen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Umsatzes des Unternehmens.

In der letzten Zeit betonte Shein mehrfach, sich an die Vorgaben der EU halten zu wollen, während die Kommission nun feststellt, dass die Einhaltung dieser Anforderungen kritisch geprüft wird.

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