Das Europäische Parlament hat am 26. März 2026 in Brüssel der Umsetzung des Handelsdeals zwischen der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten für die vorübergehende Abschaffung europäischer Zölle auf US-Industrieprodukte, jedoch wurden dabei mehrere Bedingungen festgelegt. Der Gesetzentwurf wird nun in die Verhandlungen mit dem Rat der 27 EU-Staaten übermittelt.
Der Handelsdeal basiert auf einer Vereinbarung, die im August 2025 nach der Einführung neuer US-Zölle auf Importe ausgehandelt wurde. Im Rahmen der Einigung verpflichten sich die USA, die Zölle auf die meisten EU-Importe auf maximal 15 Prozent zu beschränken. Diese Regelung soll den europäischer Markt für US-Produkte öffnen und im Gegenzug den EU-Markt für amerikanische Industrieprodukte erleichtern.
Im Parlament gab es unterschiedliche Reaktionen auf die Zustimmung. Der Vorsitzende des Handelsausschusses, Bernd Lange, erklärte, dass die EU in unsicheren Zeiten eine klare wirtschaftliche Strategie benötige. Der US-Botschafter für die EU, Andrew Puzder, lobte die Entscheidung als vorteilhaft für die Bürgerinnen und Bürger auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Entscheidung kommt nach mehrmonatigen Diskussionen, in denen die Abgeordneten mehrfach die Ratifikation des Abkommens ausgesetzt hatten.
Hintergrund des Handelsdeals sind auch die Unsicherheiten, die aus den Unregelmäßigkeiten der US-Zollpolitik unter der vorherigen Administration resultierten. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte zuvor zahlreiche von Ex-Präsident Donald Trump verhängte Zölle für unrechtmäßig erklärt. Diese Umstände führten zu wiederholten Verzögerungen bei der Ratifikation des Handelsabkommens.
Die Verhandlungen zwischen dem Parlament und dem Rat zur endgültigen Ausgestaltung des Abkommens könnten jedoch noch vor Herausforderungen stehen. Der EU-Wirtschaftskommissar, Valdis Dombrovskis, betonte die Bedeutung der Glaubwürdigkeit der EU und den Erhalt des Vertrauens der Mitgliedstaaten, indem man getroffene Vereinbarungen einhält.