Der Technologie-Konzern Meta, zu dem Facebook, Instagram und WhatsApp gehören, wurde von einem Gericht im Bundesstaat New Mexico zu einer Strafe von 375 Millionen Dollar verurteilt. Das Urteil datiert vom 25. März 2026 und stellt eine Reaktion auf Vorwürfe dar, dass Meta unzureichende Maßnahmen zum Schutz junger Nutzer ergriffen hat. Das Gericht befand, dass der Konzern gegen das dortige Verbraucherschutzgesetz verstoßen hat.
Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, durch unzureichende Sicherheitsvorkehrungen den Zugang von Sexualstraftätern zu minderjährigen Nutzern begünstigt zu haben. Diese Missstände wurden als potenzielle Ursachen für Missbrauch und Menschenhandel angeführt. Der Generalstaatsanwalt von New Mexico wies darauf hin, dass Meta Nutzer über die Sicherheitsvorkehrungen seiner Plattformen getäuscht habe.
Meta teilte mit, dass man mit dem Urteil nicht einverstanden sei und plant, in Berufung zu gehen. In einer ersten Reaktion stieg die Aktie des Unternehmens um 0,8 Prozent im nachbörslichen Handel. Ursprünglich forderte die Staatsanwaltschaft eine Strafe von bis zu zwei Milliarden Dollar.
Der Fall ist nicht isoliert: Meta sieht sich zahlreichen weiteren Klagen gegenüber, die ihm vorwerfen, seine Dienste absichtlich so zu gestalten, dass sie junge Menschen süchtig machen und dadurch zur Zunahme psychischer Erkrankungen beitragen. Unabhängig von dem Verfahren in New Mexico gibt es die erste Klage dieser Art, die sich auf den Kinderschutz konzentriert.
Das Urteil ist Teil einer breiteren Diskussion über die Verantwortung von Technologiefirmen für den Schutz vulnerabler Nutzergruppen. Meta steht seit Jahren unter Druck, nachdem eine Whistleblowerin im Jahr 2021 versichert hatte, dass der Konzern über die potenziellen Schäden seiner Produkte Bescheid wusste, aber keine angemessenen Maßnahmen ergriffen hat.