Neptun-Werft in Rostock erhält Milliardenauftrag für Offshore-Windstrom-Plattform

Neptun-Werft in Rostock erhält Milliardenauftrag für Offshore-Windstrom-Plattform

Juni 17, 2026
1 min. lesezeit

Der Stromnetzbetreiber 50Hertz hat einen Milliardenauftrag für die Anbindung von Offshore-Windparks in der Nordsee vergeben. Ein Konsortium aus Siemens Energy und Neptun Smulders wird Konverterplattformen des neuen Zwei-Gigawatt-Standards konstruieren. Der größte Teil der Fertigung soll in Rostock erfolgen, was voraussichtlich mehr als 500 neue Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern schaffen könnte.

Konverterplattformen sind entscheidend für den Transport von Windstrom, da sie den in Offshore-Anlagen erzeugten Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln. Dieser kann mit geringeren Verlusten über große Entfernungen an Land transportiert werden. An Land erfolgt dann die Rückumwandlung in Wechselstrom zur Einspeisung ins Stromnetz.

Der aktuelle Auftrag umfasst die Errichtung einer Plattform auf See sowie einer Konverterstation an Land im Rahmen des Projektes North Sea Connector 2, das Windstrom aus der Nordsee ins deutsche Übertragungsnetz einspeisen soll. Ein weiteres konverterbasiertes System könnte in naher Zukunft hinzukommen, das weitere Investitionen von rund 2,5 Milliarden Euro in die Region nach sich ziehen könnte.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche begrüßte den Auftrag als wichtige Stärkung des Standorts Deutschland. Sowohl sie als auch der Geschäftsführer von 50Hertz, Stefan Kapferer, betonten die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Werften. Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, bezeichnete den Auftrag als positives Signal für den Industriestandort.

Das Projekt sieht eine neue Offshore-Anlage etwa 200 Kilometer westlich von Sylt vor, die bis Ende 2034 in Betrieb genommen werden soll. Die Konverterstation an Land wird in einem neuen Umspannwerk bei Mühlenbeck nahe Schwerin geplant, wo auch die Gleichstromverbindung NordOstLink enden wird.

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