Die 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt haben im ersten Halbjahr 2026 ihren Wert um 18 Prozent auf nahezu 62 Billionen US-Dollar gesteigert. Dies geht aus einer Analyse der Börsendaten durch die Unternehmensberatung EY hervor. Der Anstieg ist in erster Linie auf den Hype um Künstliche Intelligenz zurückzuführen, der insbesondere Technologieunternehmen geholfen hat, ihren Marktwert um 30 Prozent auf über 35 Billionen Dollar zu steigern.
Während die Industrieunternehmen ebenfalls von der KI-Welle profitierten und ihren Wert deutlich steigern konnten, verzeichneten Konsumgüterhersteller und Finanzinstitutionen nur einen marginalen Anstieg von einem Prozent. Die Kommunikations- und Medienunternehmen hingegen mussten einen Wertverlust von etwa acht Prozent hinnehmen.
Unter den 100 wertvollsten Unternehmen dominiert weiterhin die US-amerikanische Wirtschaft, aus der 56 Firmen stammen. In den Top Ten befinden sich acht Unternehmen aus den USA. An der Spitze steht Nvidia mit einer Marktkapitalisierung von 4,8 Billionen Dollar, gefolgt von Alphabet und Apple, die 4,3 und 4,2 Billionen Dollar erreichen. SpaceX, das kürzlich mit 75 Milliarden Dollar den größten Börsengang der Geschichte hinlegte, zählt ebenfalls zu den wertvollsten Unternehmen.
Deutschland ist in diesem globalen Wettbewerb stark ins Hintertreffen geraten. Lediglich Siemens hält sich auf Platz 72 der wertvollsten Unternehmen. SAP und Allianz haben es im ersten Halbjahr nicht in die Top 100 geschafft. Die Entwicklung zeigt, dass Deutschlands Position in der globalen Unternehmenslandschaft durch den Boom der Künstlichen Intelligenz ernsthaft unter Druck geraten ist. Der EY-Deutschland-Chef Henrik Ahlers warnt, dass Europa als Technologiestandort aufpassen muss, um nicht weiterhin hinter den USA und zunehmend auch Asien zurückzufallen.
Zusätzlich erreichte der DAX kürzlich mit 25.809 Punkten ein neues Rekordhoch. Obwohl der Index etwas nachgab, blieb er zum Mittag stark im Plus. Analysten führen dies auf eine Mischung aus Euphorie über Künstliche Intelligenz und Konjunkturoptimismus zurück, während schwache US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine Leitzinserhöhung dämpfen.