US-Wirtschaft verzeichnet schwächeres Wachstum als erwartet

US-Wirtschaft verzeichnet schwächeres Wachstum als erwartet

Februar 20, 2026
1 min. lesezeit

Die US-Wirtschaft hat im vierten Quartal 2025 weniger Schwung gezeigt als erwartet. Laut einer Mitteilung des Handelsministeriums in Washington stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um annualisiert 1,4 Prozent. Ökonomen hatten dagegen mit einem Anstieg von 2,8 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete das BIP noch ein Plus von 4,4 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich somit ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent, nach einem Anstieg von 2,8 Prozent im Jahr 2024. Angesichts der Veröffentlichung der Wachstumsdaten in annualisierter Form in den USA sind die Zahlen nicht direkt mit den europäischen Werten vergleichbar. Um einen vergleichbaren Wert für Europa zu erhalten, müsste der US-Wachstumswert durch vier geteilt werden.

Der Rückgang des Wachstums lässt sich unter anderem auf die Auswirkungen eines Shutdowns zurückführen, der im vergangenen Herbst für 43 Tage stattfand. Schätzungen der US-Notenbank Fed zufolge könnte dieser Shutdown das Wachstum um einen Prozentpunkt verringert haben. Präsident Donald Trump machte die oppositionellen Demokraten verantwortlich und erklärte, dass diese die längste Haushaltssperre in der Geschichte der USA verursacht hätten, was zu einem Verlust von mindestens zwei Prozentpunkten beim BIP geführt habe. Der unabhängige Haushaltsausschuss (CBO) des Kongresses schätzte die Folgen hingegen als weniger gravierend ein und bezifferte den kumulierten Verlust durch den Shutdown auf elf Milliarden US-Dollar, was weniger als ein Prozent des BIP entspricht.

Die unterschiedlichen Einschätzungen der wirtschaftlichen Lage wurden von Analysten gemischt aufgenommen. Während einige ein solides Wachstum von 2,2 Prozent als bemerkenswert betrachten, sehen andere die Unsicherheit der Haushalte und den Mangel an Beschäftigungswachstum als potenzielle Risiken für den privaten Konsum. Fachleute heben hervor, dass die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und Investitionen in neue Technologien, wie etwa Künstliche Intelligenz, entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sein werden.

Wie diese Daten die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen werden, bleibt abzuwarten. Der aktuelle Notenbankchef Jerome Powell steht unter Druck, während Trump Kevin Warsh als möglichen Nachfolger nominiert hat. Experten erwarten, dass die Fed zunächst abwartet, bevor sie auf die schwächeren Wachstumsdaten reagiert und mögliche Zinssenkungen anstrebt.

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