XXXLutz setzt nach Angaben des Deutschlandchefs Alois Kobler trotz der Schwäche vieler Unternehmen im Land weiter auf Wachstum. Im Gespräch verwies er zugleich auf die geplante Übernahme der Porta-Gruppe, die nach Unternehmensangaben die größte Akquisition in der Geschichte von XXXLutz werden soll und noch auf die Genehmigung der EU wartet.
Kobler sagte, XXXLutz sei mit den aktuellen Umsätzen zufrieden und insgesamt gut unterwegs. Das Möbelgeschäft sei vergleichsweise robust, weil Menschen auch in schwierigen Zeiten Wert darauf legten, ihre Wohnung einzurichten.
Der Konzern verbinde ein starkes stationäres Geschäft mit einem starken Onlineshop, sagte Kobler. Nach seinen Angaben ist XXXLutz heute unter den klassischen Möbelhändlern online die Nummer eins.
Zum Service zähle, bestellte Möbel in die Wohnung zu bringen und auf Wunsch auch aufzubauen. Man liefere nicht einfach nur bis an den Bordstein, sagte Kobler. Steigende Kosten träfen Energie, Logistik, Möbel und weitere Bereiche; dennoch wolle das Unternehmen seinen Kunden möglichst günstige Preise bieten.
Kobler, der seit 2010 im Management von XXXLutz Deutschland sitzt, beschrieb den deutschen Markt als schwierig, aber zugleich als chancenreich. Er sprach von rund 40 Milliarden Euro Umsatz im deutschen Möbelmarkt und nannte Deutschland aus seiner Sicht einen „phänomenal“en Wirtschaftsstandort. Er lebt nach eigenen Angaben seit 32 Jahren in Deutschland.
Der Manager, Jahrgang 1963, begann 1990 als Verkäufer im österreichischen Mattighofen und wechselte zwei Jahre später als Verkaufsleiter nach Hannover. Seitdem habe er viele Übernahmen begleitet, sagte er. XXXLutz beschäftigt nach seinen Angaben rund 3.000 Firmenfahrzeuge und bildet pro Jahr etwa 1.000 neue Auszubildende aus.
Über seine eigene Rolle sagte Kobler auf die Frage nach einem nahen Abschied aus der Führungsetage: „Nein, bestimmt nicht!“
