Tesla sieht sich in Kalifornien mit einer Sammelklage konfrontiert. Der Vorwurf: Der Autobauer habe die Kilometerzähler in seinen Fahrzeugen manipuliert, um Garantielaufzeiten zu verkürzen.
Tesla muss sich wegen der angeblichen Manipulation seiner Kilometerzähler vor Gericht verantworten. In einer am Donnerstag (Ortszeit) eingereichten Sammelklage gegen das Unternehmen von Milliardär Elon Musk heißt es, Tesla habe die Kilometerzähler seiner Elektrofahrzeuge beschleunigt, sodass sie schneller aus der Garantie fallen und das Unternehmen nicht für Reparaturen aufkommen muss.
„Indem Tesla die Garantie- und Leasingkilometergrenzen an überhöhte Kilometerstände bindet, steigert das Unternehmen seine Reparatureinnahmen, reduziert die Garantieverpflichtungen und zwingt die Verbraucher, vorzeitig verlängerte Garantien zu kaufen“, heißt es in der Anklageschrift.
DerHauptkläger Nyree Hinton behauptet, dass die Kilometerzähler bei Tesla nicht die tatsächlich gefahrene Strecke anzeigen, sondern vielmehr den Energieverbrauch, das Fahrverhalten und „vorausschauende Algorithmen“ widerspiegeln.
Er sagte, dass der Kilometerzähler seines 2020er Model Y, das er im Dezember 2022 mit einem Stand von 36.772 Meilen gekauft hatte, mindestens 15 Prozent zu viel anzeigte – basierend auf seinen anderen Fahrzeugen und seiner Fahrhistorie. Eine Zeit lang habe der Zähler angezeigt, er fahre 72 Meilen pro Tag, obwohl er höchstens 20 Meilen täglich zurückgelegt habe.