Drohnenangriff in Kiew tötet Frau und beschädigt Klinik und Akademie
Drohnenangriff in Kiew tötet Frau und beschädigt Klinik und Akademie

Drohnenangriff in Kiew tötet Frau und beschädigt Klinik und Akademie

September 28, 2026
1 min. lesezeit

Kiew, 28. September 2026 – Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hauptstadt ist nach Angaben der ukrainischen Polizei eine 44-jährige Frau getötet worden. Beschädigt wurden außerdem ein Gebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften und das medizinische Zentrum Dobrobut.

Rettungskräfte waren an der beschädigten Akademie im Einsatz, während in dem Gebäude Brände ausbrachen. Nach Angaben des Dobrobut-Netzwerks wurden bei dem Angriff auf das medizinische Zentrum in der Antonowytsch-Straße sieben Menschen verletzt, darunter sechs Beschäftigte. Das Zentrum soll für die kommenden Tage geschlossen bleiben. Mitarbeiter und Besucher überlebten den Angriff.

Betroffen waren damit eine Forschungseinrichtung und eine medizinische Einrichtung. Nach den vorliegenden Angaben sind die unmittelbaren Folgen ein Todesopfer, Verletzte und eine vorübergehende Unterbrechung medizinischer Dienstleistungen.

Der Angriff beschäftigte auch europäische Vertreter. Das deutsche Außenministerium verurteilte den Angriff auf die Akademie und verwies auf deren Nähe zur deutschen Botschaft. Der Botschafter der Europäischen Union in der Ukraine erklärte, eine Drohne habe ein Gebäude etwa 200 Meter vom Büro der EU-Delegation entfernt getroffen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, Europa verstärke seine Bemühungen, die ukrainische Verteidigung zu stärken. Die Ukraine fordert nach den Angaben weitere Luftverteidigungssysteme und Abfangmunition sowie eine Verschärfung der Sanktionen und zusätzlichen Druck auf Russland. Der ukrainische Außenminister erneuerte diese Forderungen nach dem Angriff auf die Akademie.

Die vorliegenden Angaben enthalten keine Stellungnahme Russlands zu dem Angriff. Die Frage, wie schnell europäische Verurteilungen in konkrete Unterstützung umgesetzt werden, bleibt damit Gegenstand politischer Entscheidungen in den europäischen Hauptstädten.

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