Grünen-Chefin Franziska Brantner hat zum Tag der Deutschen Einheit für einen selbstbewussten Umgang mit den deutschen Nationalfarben geworben. Schwarz-Rot-Gold solle nicht „den Lautesten am rechten Rand“ überlassen werden, sagte sie dem Kölner Stadt-Anzeiger.
„Ich finde es wichtig, Schwarz-Rot-Gold selbstbewusst zu zeigen“, sagte Brantner. Sie verband die Deutschlandfahne ausdrücklich mit der Europaflagge und erklärte, sie nehme den Einheitstag zum Anlass, sich „mit Stolz die Deutschlandfahne ans Revers zu heften, zusammen mit der Europaflagge“.
Brantner beschrieb die Flagge als Symbol für ein Deutschland, das seine Geschichte kenne, daraus gelernt habe und seine Zukunft in Freiheit gestalte. Deutschland sei heute ein wiedervereinigtes und weltoffenes Land mitten in Europa, sagte sie.
Auch neu zugewanderte Menschen sollten in Schwarz-Rot-Gold ein Versprechen erkennen, sagte die Grünen-Politikerin. Gemeint sei ein Land, in dem sie frei leben und sein könnten, wie sie seien.
Der 3. Oktober erinnert seit 1990 an das Ende der deutschen Teilung. Die zentrale Feier zum 36. Jahrestag des Tags der Deutschen Einheit findet 2026 in Bremen unter dem Motto „Viele Stärken – ein Land“ statt.