Straßenschild an der Wall Street mit unscharfen US-Flaggen im Hintergrund.
Wall Street — Alex E. Proimos · BY-NC

US-Börsenauftakt: Ölpreise und Frankreichs Finanzen belasten Anlegerstimmung

Oktober 5, 2026
1 min. lesezeit

Die Aussicht auf den US-Aktienhandel am Montag blieb vorsichtig. Höhere Ölpreise und wachsende Sorgen um Frankreichs Finanzen dämpften nach Einschätzung von Marktteilnehmern die Stimmung und minderten die Risikobereitschaft der Anleger.

Der Euro fiel zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit rund anderthalb Jahren. Mehr als eine Stunde vor dem Handelsstart in New York taxierte der Broker IG den Dow Jones Industrial leicht im Plus bei 51.195 Punkten, während der Nasdaq 100 um 0,2 Prozent niedriger bei 30.772 Punkten erwartet wurde.

Belastend wirkten auch die jüngsten Entwicklungen an Europas Anleihemärkten. In Frankreich setzten eskalierende Schulproteste, Sorgen vor politischer Instabilität, die hohe Verschuldung und der unpopuläre Sparkurs die Staatspapiere zuletzt unter Druck; besonders betroffen waren hoch verschuldete Länder der Eurozone.

Zu Wochenbeginn verschlechterte sich zudem die Lage in Spanien, nachdem Ministerpräsident Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen angekündigt hatte. Hintergrund sind zunehmende soziale Proteste wegen der Wohnungskrise.

Im Mittelpunkt für den US-Markt standen zugleich die Zins- und Konjunkturerwartungen an die Federal Reserve. Später am Tag sollte der ISM-Dienstleistungsindex veröffentlicht werden. Analysten der Landesbank Helaba schrieben: „Die Vorgaben sind uneinheitlich und so sollte ein kleiner Rückgang des ISM-Serviceindexes nicht überraschen, ähnlich wie beim ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes“.

Weiter hieß es von den Helaba-Analysten: „Auf dem erwarteten Niveau von 55 Punkten läge der Serviceindex aber weiterhin deutlich im Wachstumsbereich, sodass sich die Perspektive für die US-Wirtschaft insgesamt kaum verändert.“ Sie verwiesen zugleich darauf, dass Marktteilnehmer nicht daran zweifeln sollten, dass die Fed im Kampf gegen die erhöhte Inflation an ihrer Zinspolitik festhält.

Im Technologiebereich stand Nvidia im Blick, nachdem die Aktie vorbörslich um bis zu 0,5 Prozent zulegte. Hon Hai, ein taiwanischer Partner des Konzerns, hatte zuvor einen besser als erwartet ausgefallenen Quartalsumsatz gemeldet. Cerebras Systems gewann vorbörslich 4,7 Prozent, nachdem OpenAI-Chef Sam Altman das Unternehmen als „enge Partner“ bezeichnet hatte und beide Firmen nach seinen Worten „intensiv daran arbeiten, die Grenzen der Geschwindigkeit zu verschieben“.

Intel gab vor Handelsbeginn 3,8 Prozent nach. PTC legte dagegen um etwas mehr als 36 Prozent zu, nachdem Schneider Electric eine bindende Übernahmevereinbarung für den Softwareanbieter unterzeichnet hatte.

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