Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hat vorgeschlagen, dass Regionen und Länder einzelne innerdeutsche Flugverbindungen subventionieren. Nach Angaben des Verbands soll das die Anbindung der regionalen Wirtschaft an internationale Drehkreuze verbessern.
Als Gründe nennt der BDF teures Kerosin und hohe staatliche Gebühren. Diese Faktoren hätten viele Passagierflüge zu kleinen und mittleren Flughäfen in Deutschland unwirtschaftlich gemacht.
Konkrete Strecken nennt der Verband nicht. Er verweist aber auf die Debatte in Bremen, wo Lufthansa die Verbindung nach Frankfurt zwischenzeitlich eingestellt hatte.
Auch in Dresden und Münster/Osnabrück stehe die Anbindung an internationale Drehkreuze unter Druck, heißt es. In Paderborn sei ein Versuch gescheitert, die Verbindung nach München wiederzubeleben.
Der BDF verweist zudem auf geförderte Strecken in der Europäischen Union. Unter Berufung auf Zahlen der EU-Kommission gebe es dort aktuell 165 Verbindungen als „Public Service Obligations“ (PSO).
Vor allem Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland förderten Flüge in abgelegene Regionen und zu Inseln. In Deutschland wurde die letzte geförderte Strecke von Erfurt nach München im Dezember 2011 eingestellt.
Innerdeutsche Flüge stehen zugleich wegen ihrer Umweltfolgen in der Kritik. Der Branchenverband BDL sagte, das Sitzplatzangebot auf innerdeutschen Verbindungen sei im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit um rund die Hälfte geschrumpft.
Die Branche macht die stark gestiegenen staatlichen Gebühren für die langsame Erholung des Luftverkehrs in Deutschland mitverantwortlich. Zuletzt hatte die Regierung die letzte Erhöhung der Luftverkehrsteuer größtenteils wieder zurückgenommen.
