Jürgen Klopp hat gegen Griechenland sein erstes Heimspiel als Bundestrainer erlebt. Im Fokus standen dabei vor allem Joshua Kimmichs unglückliche Rolle und Karim Adeyemis verpasste Chancen in einer deutschen Mannschaft, die sich weiter im Umbruch befindet.
Joshua Kimmich war im Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt. Sein Freistoß in der 53. Minute brachte Gefahr, doch in der 67. Minute unterlief ihm ein krasser Fehlpass; beim Gegentor wurde er damit zum unglücklichen Akteur.
Karim Adeyemi blieb ohne Tor, setzte aber immer wieder Akzente. Besonders sein rund 70 Meter langer Sprint in der 27. Minute hätte mit einem Treffer enden müssen.
Alexander Nübel war in seinem vierten Länderspiel zunächst vor allem mit dem Fuß gefordert. Beim Gegentor war der Torhüter machtlos.
Jonathan Tah gab als Abwehrchef Sicherheit und organisierte die Defensivkette. Bambasé Conté zeigte bei seinem Debüt keine Nervosität, suchte zweimal den Abschluss und brachte jene Ballgewinne zwischen den Linien ein, die Klopp an ihm schätzt.
Der Blick auf die gesamte Mannschaft zeigt eine Phase des Übergangs. Mehrere jüngere oder bislang wenig erfahrene Spieler übernahmen wichtige Aufgaben, auch wegen Verletzungen und der Aufteilung des großen Kaders auf mehrere Nations-League-Spiele.
Zu diesem Bild passte auch die veränderte Personallage: Florian Wirtz und Jonathan Burkardt waren nach den Ausfällen von Jamal Musiala und Kai Havertz früher in der ersten Auswahl, während Nico Schlotterbeck nach seiner langen Verletzungspause aussetzte und Yann-Aurel Bisseck dadurch in der Innenverteidigung spielte.
Griechenland hatte die Nations League mit einem 2:1 in Serbien begonnen und reiste mit entsprechendem Selbstvertrauen an.