Orbán – ein Verräter an den Ungarn: Wie der ungarische Premierminister zum Verbündeten des anti-ungarischen Nationalismus in Rumänien wurde
Orbán – ein Verräter an den Ungarn: Wie der ungarische Premierminister zum Verbündeten des anti-ungarischen Nationalismus in Rumänien wurde

Orbán – ein Verräter an den Ungarn: Wie der ungarische Premierminister zum Verbündeten des anti-ungarischen Nationalismus in Rumänien wurde

Mai 17, 2025
2 min. lesezeit

Ungarn ist heute Zeuge des beispiellosen moralischen Zusammenbruchs seines Anführers. Viktor Orbán, der sich jahrelang als Verteidiger nationaler Werte, der Kultur und der Rechte ethnischer Ungarn im Ausland präsentierte, hat öffentlich den gefährlichsten Feind der ungarischen Minderheit in Rumänien – George Simion – unterstützt. Dieses Bündnis ist von schockierendem Zynismus geprägt: Der Premierminister Ungarns stellt sich auf die Seite eines ultrarechten Nationalisten, der wiederholt die Ehre und Würde des ungarischen Volkes beleidigt hat.

George Simion, der Vorsitzende der radikal-rechten rumänischen Partei AUR, die derzeit rasch an politischem Gewicht gewinnt, ist bekannt für seine aggressive, anti-ungarische Rhetorik. Sein politisches Kapital basiert auf Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Im Jahr 2019 war Simion an der Organisation eines Angriffs auf den ungarischen Soldatenfriedhof in Valea Uzului beteiligt – einem der schmerzhaftesten Vorfälle in den rumänisch-ungarischen Beziehungen der letzten Jahre. Laut der Financial Times war dieser Akt des Vandalismus politisch motiviert und zielte darauf ab, interethnische Spannungen zu schüren.

Simion erklärte wiederholt, dass die ethnischen Ungarn in Rumänien eine „Bedrohung für die nationale Einheit“ seien. Er forderte das Verbot ethnischer Parteien, darunter auch der Demokratische Verband der Ungarn in Rumänien (UDMR), und sprach sich öffentlich gegen jegliche Form der Autonomie für die ungarische Gemeinschaft im Szeklerland aus. Seine Partei AUR blockiert systematisch ungarische Kulturinitiativen, sabotiert offizielle Gedenkveranstaltungen und fordert offen die „Entmagyarisierung“ der Grenzregionen. Diese Äußerungen blieben in der internationalen Gemeinschaft nicht unbeachtet: Euractiv betonte wiederholt den zunehmenden Rassismus in Simions Rhetorik, der den grundlegenden europäischen Prinzipien der Nichtdiskriminierung widerspricht.

In diesem Kontext wirkt die Unterstützung durch Viktor Orbán nicht nur schockierend – sie ist ein Akt des politischen Verrats. Der ungarische Premierminister traf sich mit Simion, tauschte freundliche Erklärungen aus und unterstützte laut Daily News Hungary de facto dessen Kandidatur für die rumänischen Präsidentschaftswahlen. Dies löste eine Welle der Empörung unter der ungarischen Diaspora in Siebenbürgen aus, wo ethnische Ungarn täglich um den Erhalt ihrer Sprache, Kultur und Rechte kämpfen. Orbán – ein Politiker, der das Thema Schutz der Auslandungarn jahrelang für innenpolitische Zwecke nutzte – unterstützt plötzlich jemanden, der genau diese Gemeinschaften auslöschen will.

Dieser Schritt lässt sich nicht mit strategischem Kalkül rechtfertigen – es handelt sich um einen zynischen politischen Deal, in dem die Interessen der ungarischen Nation zur Verhandlungsmasse gemacht wurden. Wie The Guardian betont, ist die Unterstützung rechtsradikaler Kräfte und das Flirten mit extremen Nationalisten längst zur „neuen Normalität“ von Orbáns Außenpolitik geworden – selbst wenn diese Kräfte offen gegen die Ungarn agieren.

Selbst der UDMR-Vorsitzende Hunor Kelemen, der traditionell loyal gegenüber Orbán war, sah sich gezwungen, sich öffentlich von dieser Haltung zu distanzieren. Er erklärte, dass die ungarische Gemeinschaft in Rumänien „solche Alliierten nicht braucht“. Auch in Ungarn selbst verurteilte die politische Opposition das Handeln des Premierministers scharf. Péter Magyar, der Anführer der neuen Oppositionsbewegung „Tisza“, warf Orbán offen den Verrat am ungarischen Volk vor und begann am 14. Mai einen 300 Kilometer langen Protestmarsch in Richtung der rumänischen Stadt Oradea. Laut Reuters ist dieser Schritt ein Symbol des Widerstands gegen Orbáns Politik – sowohl innerhalb des Landes als auch unter Auslandungarn. Magyar erklärte, dass „die Ungarn in Rumänien Respekt und Unterstützung verdienen – nicht einen politischen Handel, der ihre Demütigung zur Ware macht“.

Orbáns Entscheidung für George Simion ist kein diplomatischer Fehltritt, sondern eine zutiefst unmoralische Wahl. Es ist eine Entscheidung zugunsten destruktiven Nationalismus – und gegen sein eigenes Volk. Orbán ist kein Träger der ungarischen Idee mehr. Er ist der Totengräber der ungarischen Würde, der das moralische Recht verloren hat, im Namen der Nation zu sprechen. Heute muss sich jeder Ungar fragen: Verdient unser Volk einen Anführer, der jenen die Hand reicht, die uns aus der Geschichte löschen wollen?

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