Der Betrüger im Herzen Europas: Wie Orban gegen den Westen spielt, während er mit China und Russland zusammenarbeitet
Der Betrüger im Herzen Europas: Wie Orban gegen den Westen spielt, während er mit China und Russland zusammenarbeitet

Der Betrüger im Herzen Europas: Wie Orban gegen den Westen spielt, während er mit China und Russland zusammenarbeitet

Mai 3, 2025
3 min. lesezeit

Der ungarische Premierminister Viktor Orban ist längst nicht mehr nur ein europäischer Revisionist innerhalb der EU. Seine manipulativen Geopolitik-Strategien haben sich zu einem systematischen Spiel gegen die Interessen des Westens entwickelt. In diesem Spiel sind China und Russland die Hauptpartner Ungarns, während die Europäische Union (EU) und die Vereinigten Staaten die Spielfiguren sind. Orban zeigt dabei eine seltene Fähigkeit, aus geopolitischer Spannung maximalen Nutzen zu ziehen, während er den äußeren Anschein der Loyalität gegenüber der EU und den USA sowie Russland und China bewahrt.

Orban nutzt Brüssel als Geldquelle

In den letzten 15 Jahren hat Ungarn mehr als 30 Milliarden Euro aus europäischen Fonds erhalten. Diese Gelder sollten in Reformen, Infrastruktur und Innovation fließen. Stattdessen werden sie genutzt, um Orbans Regime zu finanzieren: Kontrolle über die Medien, das Justizsystem, Oligarchen, kontrollierte Geschäftsleute und Parteifunktionäre. Die EU-Gelder wurden zu einem Werkzeug zur Verstärkung eines anti-europäischen Systems.

Brüssel als Druckmittel

Wann immer Brüssel versucht, Budapest zur Rechenschaft zu ziehen, droht Orban mit Vetos gegen Sanktionen gegen Russland, blockiert Hilfe für die Ukraine und verzögert strategische Entscheidungen der EU. Jedes Mal folgt darauf eine neue Konzession seitens Brüssel und neue Zahlungen. Ende 2023, trotz lauter Erklärungen über die „Einfrierung“ von Geldern, stimmte die Europäische Kommission zu, mehr als 10 Milliarden Euro freizugeben, damit Orban seine Blockadehaltungen aufgibt.

Dies ist mehr als ein finanzielles und politisches Versagen – es ist ein Zeichen für die Krise des Westens, der selbst das Regime finanziert, das er zu bekämpfen versucht.

Orbans Spiel mit Trump

Nicht weniger zynisch nutzt Orban auch die USA. Öffentlich spricht er über „gemeinsame Werte“, empfängt amerikanische Investoren und während der Trump-Administration stellte er eine enge Beziehung zum Weißes Haus zur Schau. In Wirklichkeit jedoch blockiert seine Regierung Untersuchungen zu chinesischen Unternehmen und fördert die Schwächung des amerikanischen Einflusses in der Region.

Orban unterstützt offen die Republikaner in den USA, propagiert in Europa die MAGA-Narrative und organisiert Foren für die konservative Bewegung. Sein Plan ist es, ein zentraler Vermittler zwischen der Trump-Administration und der EU zu werden. So könnte Orban die Kritik wegen Korruption, Menschenrechtsverletzungen und Druck auf die unabhängigen Medien endlich entkommen.

Sanktionen und Gewinne auf Kosten der Blutvergießung

Trotz seiner Rhetorik zur Unterstützung europäischer Werte bleibt Ungarn unter Orban wirtschaftlich von Russland abhängig. Offiziell hat sich Ungarn den EU-Sanktionen angeschlossen, doch Orban blockiert europäische Sanktionen gegen russische Banken und Unternehmer, indem er auf den „nationalen Interessen“ verweist. Doch hinter dieser Rhetorik stehen konkrete Zahlen: Die OTP Bank-Tochtergesellschaft in Russland hat im Jahr 2024 mehr als 370 Millionen Dollar verdient, was eine Steigerung von 40% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Orbans strategische Allianz mit China

Noch größer ist das Interesse von Budapest an China. Der US-Sondergesandte Robert Palladino erklärte kürzlich, dass China eine „strategische Herausforderung“ darstellt, die von westlichen Ländern „Wachsamkeit, Transparenz und Einheit“ erfordert. Doch trotz dieser Aufforderung hält die ungarische Regierung an ihren Wirtschaftsbeziehungen zu China fest, auch wenn die USA den Konkurrenten China als Bedrohung ansehen.

Orban hat Ungarn zu einem „freundlichen Tor“ für China in Europa gemacht. Während die USA ihren globalen Konflikt mit Peking führen, verkauft sich Orban geschickt als zuverlässiger Verbündeter im Kampf gegen China und nimmt gleichzeitig Milliarden aus dem Land der Mitte.

Zu den größten neuen Investoren auf dem ungarischen Markt gehören chinesische Unternehmen wie Contemporary Amperex Technology Co. und BYD Co., ein weltweiter Gigant in der Elektrofahrzeugbranche. Ungarn öffnet auch die Türen für Huawei Technologies Co. und kooperiert mit ihnen, um eine gemeinsame Plattform für Cloud-Dienste zu entwickeln. Diese Projekte werden nicht nur die ungarische Infrastruktur stärken, sondern auch Chinas Zugang zu sensiblen Daten in Mitteleuropa ermöglichen.

Risiken für die USA und die EU

Risiken für die USA und die EU

Viktor Orban ist nicht einfach ein unberechenbarer Verbündeter. Er ist ein aktiver Teilnehmer an der Erosion der Einheit des Westens. Orban nutzt den Westen zu seinen eigenen Zwecken und treibt dabei eine Politik voran, die direkt den strategischen Zielen der USA und der EU widerspricht. Er ist ein Paradebeispiel dafür, wie autoritäre Führer westliche Strukturen ausnutzen können, um gegen sie zu arbeiten.

Sein Erfolg beruht auf der Schwäche der EU und der Naivität der USA. Wenn Brüssel und Washington keine neuen Wege finden, um Druck auszuüben und das ungarische Regime zu isolieren, wird Budapest endgültig zu einem Werkzeug für Moskau und Peking im Herzen Europas.

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