NRW meldet Festnahme und Auslieferung mutmaßlichen Qilin-Mitglieds

NRW meldet Festnahme und Auslieferung mutmaßlichen Qilin-Mitglieds

Oktober 8, 2026
1 min. lesezeit

Ein mutmaßliches Mitglied der russischen Hacker-Gruppe Qilin ist nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul in Japan festgenommen und am vergangenen Freitag nach Deutschland ausgeliefert worden. Die Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen laufen seit Monaten.

Nach Angaben der NRW-Landesregierung ist es das erste Mal, dass ein Mitglied der Gruppe festgenommen und nach Deutschland überstellt wurde. Reul und Landesjustizminister Benjamin Limbach informierten am Mittwochnachmittag über den Stand der Ermittlungen und die Festnahme im Ausland.

Reul sagte in Düsseldorf, das Landeskriminalamt habe „einen der führenden Köpfe gefasst“. Bei dem Mann handelt es sich laut den Angaben um einen 28-jährigen Russen.

Er sei bereits im Mai mit Hilfe der japanischen Polizei in Tokio festgenommen worden. Die Auslieferung nach Deutschland erfolgte am vergangenen Freitag.

Die NRW-Landesregierung bezeichnet Qilin als „eines der bekanntesten und aggressivsten Hacker-Netzwerke weltweit“. Ermittler des Landeskriminalamts und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime sollen die Gruppe nach Angaben aus Düsseldorf infiltriert und über Monate beobachtet haben.

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