Deutschland und Japan trainieren bei der Übung „Keen Sword“ vom 19. bis 29. Oktober 2026 gemeinsam die sanitätsdienstliche Versorgung im Indo-Pazifik. Nach Angaben des Unterstützungskommandos der Bundeswehr stehen dabei Verfahren, Fähigkeiten und die Zusammenarbeit der beteiligten Sanitätsdienste unter realitätsnahen Bedingungen im Mittelpunkt.
Geübt werden demnach nicht nur medizinische Behandlungsverfahren, sondern auch die Versorgung Verwundeter und deren Evakuierung. Hinzu kommen Führungs- und Kommunikationsstrukturen sowie die Koordination zwischen den beteiligten Nationen.
Das Unterstützungskommando beschreibt die Übung als Teil einer langfristigen Vorbereitung auf Landes- und Bündnisverteidigung. Fähigkeiten müssten aufgebaut, Strukturen erprobt und Zusammenarbeit eingeübt werden, bevor eine Krise eintrete, heißt es in der Mitteilung.
Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann sagte: „Wir können nicht erst anfangen, uns auf den Ernstfall vorzubereiten, wenn der Ernstfall bereits da ist.“
Er ergänzte: „Unsere Verantwortung ist es, heute die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Deutschland morgen handlungsfähig ist – und dass unsere Partner wissen: Auf uns ist Verlass.“
Die Zusammenarbeit mit Japan wird in der Mitteilung als Hinweis auf die Bedeutung belastbarer Partnerschaften über Europa hinaus dargestellt. Das gemeinsame Training soll unterschiedliche nationale Verfahren und Erfahrungen zusammenbringen, damit die Beteiligten im entscheidenden Moment füreinander handlungsfähig sind.
Die Mitteilung stammt vom Unterstützungskommando der Bundeswehr und wurde über das Presse- und Informationszentrum verbreitet.
