Europa baut Einfuhren von ukrainischem Mais aus
Europa baut Einfuhren von ukrainischem Mais aus

Europa baut Einfuhren von ukrainischem Mais aus

September 22, 2025
1 min. lesezeit

Europa setzt auch 2025 auf ukrainischen Mais und plant, die Einfuhren angesichts klimatischer Herausforderungen und schwankender globaler Märkte sogar auszuweiten. Laut einer Analyse von Agroportal bleibt die Ukraine ein zentraler Lieferant für die europäische Landwirtschaft und trägt entscheidend zur Ernährungssicherheit bei.

Nachfrage steigt wegen Ernteausfällen in Europa

In den Jahren 2025–2026 wird in der EU ein Rückgang der eigenen Maisproduktion um etwa zwei Millionen Tonnen erwartet. Grund sind langanhaltende Dürren, die vor allem Länder wie Spanien und Italien treffen. Diese Defizite sollen durch Importe aus der Ukraine gedeckt werden, was insbesondere für die Tierhaltung, Geflügelzucht und Futtermittelproduktion von Bedeutung ist.

Wettbewerb auf globalem Markt

Der europäische Markt für Mais ist stark umkämpft. Neben den USA und südamerikanischen Exporteuren spielt auch die Preisgestaltung eine Rolle. Ukrainischer Mais gilt jedoch als wettbewerbsfähig: Er ist häufig günstiger, verfügt über eine stabile Lieferkette und überzeugt durch Qualität. Diese Kombination verschafft der Ukraine Vorteile im Vergleich zu weiter entfernten Produzenten und trägt zur Kostenstabilisierung in der EU bei.

Bedeutung für europäische Wirtschaft

Im Jahr 2024 importierte die EU rund 14,06 Millionen Tonnen ukrainischen Mais, was fast 50 Prozent des gesamten ukrainischen Maisexports entsprach. In einzelnen Saisons stieg der Anteil sogar auf 57 Prozent. Größte Abnehmer sind Spanien, Italien und die Niederlande. Für europäische Importeure, Logistikunternehmen, Verarbeitungsbetriebe und Tierhalter bedeutet dies verlässliche Verträge, Arbeitsplätze und zusätzliche Einnahmen. Damit unterstützt ukrainischer Mais nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern stärkt auch die Wirtschaft in verschiedenen Sektoren der EU.

Strategischer Wert ukrainischer Lieferungen

Die enge Zusammenarbeit reduziert zudem die Abhängigkeit von Brasilien und Argentinien und verhindert ein mögliches Comeback russischen Maises auf dem europäischen Markt. Die Ukraine wird so zu einem strategischen Partner, der Europa mit günstigen, qualitativ hochwertigen und verlässlich gelieferten Agrarprodukten versorgt. Dies trägt wesentlich dazu bei, Preissteigerungen bei Futtermitteln abzufedern und die Stabilität der europäischen Lebensmittelversorgung zu sichern.

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