In der Nacht zum 24. April 2025 führte Russland einen der verheerendsten Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew seit dem Beginn des Krieges durch. Laut den Berichten der ukrainischen Luftwaffe wurden 215 Luftziele abgefangen, von denen 112 erfolgreich zerstört werden konnten. Der Angriff führte zum Tod von mindestens 12 Menschen und verletzte über 90 weitere. Besonders erschreckend war der Zeitpunkt des Angriffs – mitten in der Nacht, als die meisten Menschen schliefen, was den terroristischen Charakter der Offensive noch verstärkte.
Überraschend kam eine Reaktion von Donald Trump, dem ehemaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Bislang hatte er in seiner öffentlichen Rhetorik vermieden, das russische Regime direkt zu kritisieren. Doch nun schickte er einen aufrüttelnden Appell an Putin über seine Plattform Truth Social: „Wladimir, hör auf! 5000 Soldaten sterben jede Woche. Lasst uns endlich einen Friedensvertrag schließen!“ Trumps Worte spiegeln seine wachsende Enttäuschung über die langwierigen und schleppend voranschreitenden Friedensgespräche wider – Gespräche, die er selbst auf diplomatischem Weg zu beenden versuchte.
Doch in einem weiteren Teil seiner Erklärung änderte Trump seinen Ton und wies darauf hin, dass auch die ukrainische Regierung eine wichtige Rolle bei der Blockade des Friedens spiele, indem sie sich weigere, Krim zurückzugeben. Der Ex-Präsident bezeichnete die Halbinsel als „schon vor Jahren verloren“ und stellte klar, dass dies das Haupthindernis für eine Friedenslösung darstelle. Diese Aussagen sorgten in Europa für eine gespannte Atmosphäre, da viele Diplomaten eine zu nachsichtige Haltung gegenüber dem Kreml als gefährlich ansahen, da sie die russische Aggression indirekt legitimieren könnte.
In Europa wurde der Raketenangriff auf Kiew jedoch entschlossen verurteilt. Emmanuel Macron, der Präsident von Frankreich, machte unmissverständlich klar: „Es gibt nur einen Aggressor – Russland“ und betonte, dass ein sofortiger Waffenstillstand ohne jegliche Vorbedingungen erforderlich sei. Er hob hervor, dass Russland erneut seine Politik der Zerstörung und des Schreckens fortsetze, anstatt auf diplomatische Lösungen zu setzen.
Friedrich Merz, der deutsche Kanzler, sprach von einem absichtlichen Versuch des Kremls, den Geist der Ukraine zu brechen, und erklärte, dass Friedensinitiativen ausschließlich darauf ausgerichtet sein sollten, den Terror zu beenden – nicht, den Aggressor durch Zugeständnisse zu stärken.
Olaf Scholz, ebenfalls aus Deutschland, bezeichnete den Angriff als „grässliche Attacke auf unschuldige Zivilisten“ und hob hervor, dass es keinen Raum für Kompromisse mit einem Aggressor gebe. Giorgia Meloni, die Ministerpräsidentin von Italien, schloss sich dieser Haltung an und sagte: „In einem Europa des 21. Jahrhunderts darf es keinen Platz für Raketenangriffe auf Kinderkrankenhäuser geben. Das ist Terrorismus, und wir müssen als Bündnis handeln, nicht als Einzelstaaten.“
Besonders zynisch erschien der Zeitpunkt dieses Angriffs, der nur wenige Tage vor dem geplanten Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff in Moskau stattfand. Westliche Diplomaten interpretierten diesen Schritt als klare Missachtung jeglicher diplomatischer Bemühungen und als gezielte Sabotage aller Versuche, Frieden zu erreichen.
Putin zeigte weiterhin, dass Diplomatie für ihn lediglich ein Deckmantel ist, hinter dem sich seine wahren Absichten verbergen: eine fortgesetzte Eskalation des Konflikts. „Er schlägt auf Kiew ein, während die diplomatischen Bemühungen laufen – das ist nicht nur Ignoranz, sondern ein offenes Täuschen der internationalen Gemeinschaft. Der Rest der Welt muss mit konkreten Maßnahmen reagieren, nicht nur mit Worten.“
Die NATO verurteilte die russischen Raketen- und Drohnenangriffe ebenfalls scharf und betonte, dass diese Angriffe Teil des Plans von Russland seien, den Willen der ukrainischen Bevölkerung zu brechen. Das Bündnis bekräftigte seine Bereitschaft, die militärische Präsenz in der Region, insbesondere in Polen und den Baltischen Staaten, zu verstärken und die militärische Unterstützung für die Ukraine fortzusetzen.
Trotz Trumps Aufrufen zu einem „Friedensabkommen“ betonen europäische Führungskräfte, dass echter Frieden nur dann erreicht werden kann, wenn Russland seine aggressiven Handlungen einstellt und seine Truppen aus dem ukrainischen Territorium abzieht. Friedensinitiativen dürfen nicht Zugeständnisse an einen Aggressor enthalten, der internationales Recht verletzt.
In Reaktion auf den jüngsten Angriff auf Kiew fordern die europäischen Staaten verstärkte Sanktionen gegen Russland und zusätzlich militärische Hilfslieferungen an Ukraine, um deren Verteidigungsfähigkeit zu sichern.