Die Thüringer Porzellanmanufaktur Kahla stellt die Produktion ein und kann nach einem gescheiterten Investorensuche im laufenden Insolvenzverfahren nicht weiterarbeiten. Nach Angaben aus dem Verfahren endet damit eine 182-jährige Geschichte des Unternehmens.
Die Fertigung am Standort Kahla könne nicht fortgeführt werden, berichtete das Unternehmen. Insolvenzverwalter Rolf Rombach sagte, alle noch 98 Beschäftigten würden ihre Jobs verlieren.
Die Gespräche mit zwei türkischen Investoren hätten keinen Erfolg gebracht, sagte Rombach. Er berichtete zudem, ein Unternehmen habe bereits vor zwei Wochen abgesagt, ein weiterer großer Porzellanhersteller aus der Türkei sei interessiert gewesen; das Unternehmensgremium habe sich am Ende aber skeptisch gezeigt.
Die Produktion soll nun schrittweise auslaufen. Nach den Angaben läuft die Herstellung bis zum Monatsende weiter, die Dekoration bis zum Jahresende. Der Verkauf im Laden und online soll bis März fortgesetzt werden.
Als Hauptgrund für das Aus nannte Rombach die hohen Energiekosten. Das Unternehmen verwies daneben auf schwächer als erwartet ausgefallene Aufträge, vor allem aus der Gastronomie.
Kahla hatte bereits im März 2020 Insolvenz angemeldet, nachdem ein großer Auftrag geplatzt war. Im Februar 2026 folgte eine weitere Insolvenz.
Rombach sagte, ein Traditionsunternehmen wie Kahla müsse in Würde verabschiedet werden.
