Bei Galeria sind in mehreren Filialen Waren einzelner Hersteller vorübergehend vom Verkauf ausgeschlossen, darunter Playmobil und Geox. Der Schritt steht im Zusammenhang mit dem laufenden Insolvenzverfahren des Warenhauskonzerns.
In den betroffenen Häusern sind Produkte mit Absperrbändern versehen. Auf Schildern heißt es: „Diese Marke steht vorübergehend nicht zum Verkauf“.
Mehrere Hersteller haben im Verfahren ihr sogenanntes Aussonderungsrecht geltend gemacht. Es erlaubt Lieferanten, Waren aus der Insolvenzmasse herauszuhalten, solange sie noch nicht vollständig bezahlt wurden.
Insolvenzverwalter Frank Kebekus bestätigte, dass einige Hersteller dieses Recht genutzt haben. Playmobil äußerte sich auf Anfrage nicht.
Für 9.650 Beschäftigte ist das Insolvenzgeld gesichert und wird von der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt. Eine Bank streckt die Zahlungen vor.
Galeria hatte am 2. Oktober beim Amtsgericht Düsseldorf wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag gestellt. Es ist bereits die vierte Insolvenz des Unternehmens innerhalb von sechs Jahren.
Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens betreibt Galeria derzeit 83 Warenhäuser und beschäftigt insgesamt 11.250 Menschen. Die Septembergehälter hatte der Konzern aus eigenen Mitteln gezahlt.
