Niedersachsen, Salzgitter: Bundeswirtschaftsministerin Reiche besucht Salzgitter AG
Bundeswirtschaftsministerin Reiche besucht die Salzgitter AG.Quelle: Michael Matthey / dpa

Reiche ordnet Sefe mehr Gaseinspeicherung bis 15. Dezember an

September 30, 2026
1 min. lesezeit

Die deutschen Gasspeicher sind weiterhin nur zu 57,7 Prozent gefüllt. Vor diesem Hintergrund hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche das bundeseigene Energieunternehmen Sefe angewiesen, mehr Erdgas einzuspeichern.

Ein Sprecher von Sefe bestätigte, dass das Unternehmen vom Wirtschaftsministerium den Auftrag erhalten habe, bis zum 15. Dezember acht Terawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern. Die Entscheidung sei nach Angaben einer Ministeriumssprecherin in Absprache mit Bundeskanzler Friedrich Merz gefallen.

Als zentralen Grund nannte das Ministerium die anhaltenden geopolitischen Risiken. Die Maßnahme solle aus Sicht der Krisenvorsorge „ein wichtiger zusätzlicher Beitrag, um die Resilienz der deutschen Gasversorgung zu erhöhen“ sein.

Sefe soll nach der Anweisung selbst entscheiden, welche Mengen zu welchem Zeitpunkt eingespeichert werden und die Mengen durch zusätzliche Lieferungen beschaffen, um die Einspeicherung anderer Marktteilnehmer nicht zu beeinträchtigen. Die Sprecherin sagte zudem, die übrigen Akteure müssten ihrer Verantwortung zur Einspeicherung weiterhin nachkommen.

Die Bundesregierung plant außerdem eine strategische Gasreserve. Nach einer Gesetzesänderung soll der Aufbau im Jahr 2027 beginnen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft begrüßte den Schritt. BDEW-Chefin Kerstin Andreae sagte: „Das ist vor dem Hintergrund der sehr unsicheren geopolitischen Lage und der noch fehlenden strategischen Gasreserve sinnvoll“.

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