Der Bundestag wird die geplante Rentenreform nach einem Bericht der „Bild“ voraussichtlich nicht mehr bis zum Jahresende beschließen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rechnet offenbar nicht mehr mit einem Abschluss in diesem Zeitrahmen; stattdessen ist dem Bericht zufolge ein parlamentarischer Abschluss im Frühjahr vorgesehen.
Bis Jahresende soll demnach zunächst nur das Bundeskabinett den Entwurf verabschieden. Der ursprünglich für Dezember erwartete Beschluss im Bundestag würde sich damit um mehrere Monate verschieben.
Merz hatte vor der Sommerpause noch erklärt, die Reform solle bis zum Jahresende vom Bundestag verabschiedet werden und zum 1. Januar 2027 in Kraft treten können. Dieser Zeitplan werde nach den nun bekannt gewordenen Planungen nicht mehr verfolgt.
In der Koalition aus Union und SPD gibt es weiter unterschiedliche Positionen zur Ausgestaltung des Pakets. Umstritten ist unter anderem die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren, die häufig als „Rente mit 63“ bezeichnet wird.
Mit der Verschiebung bleibt offen, welche Änderungen am Ende in das Rentenpaket aufgenommen werden und ob der ursprünglich vorgesehene Starttermin zum 1. Januar 2027 gehalten werden kann. Die Rentenreform ist Teil eines größeren Reformpakets der Bundesregierung zu Alterssicherung, Pflege, Arbeitsmarkt und Steuern.
