Autobahnbrücke über einer grünen Landschaft mit Wiesen und Wolkenhimmel.

Bund saniert 2025 nur 157 Autobahnbrücken statt geplanter 400

Oktober 10, 2026
1 min. lesezeit

Der Bund hat 2025 deutlich weniger Autobahnbrücken fertig saniert als im Jahr zuvor. Nach einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums an die Grünen-Verkehrspolitikerin Swantje Michaelsen wurden 157 Brücken abgeschlossen, 2024 waren es 212.

Das Ministerium hatte ursprünglich 400 renovierte Brücken pro Jahr anvisiert. Als Grund für die Verzögerungen nannte es Einschränkungen durch die vorläufige Haushaltsführung.

Auch 2026 dürfte das Ziel verfehlt werden. Im ersten Halbjahr wurden demnach 70 Brücken-Teilbauwerke fertiggestellt, weitere 100 befanden sich im Bau und sollten bis zum Jahresende fertig werden.

Damit käme der Bund im laufenden Jahr voraussichtlich auf 170 fertiggestellte Teilbauwerke. Das läge weiterhin deutlich unter dem früheren Zielwert.

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch zudem einen Gesetzentwurf, der der bundeseigenen Autobahn GmbH künftig die Aufnahme privater Kredite ermöglichen soll.

Michaelsen warnte mit Blick auf den Zustand des Netzes vor weiteren Folgen für Regionen und Verkehrsteilnehmer. „Viele Tausend Autobahnbrücken müssen dringend saniert werden“, sagte sie dem Spiegel.

Der Text verweist auf einen seit Jahren bestehenden Sanierungsstau im Autobahnnetz. Als Beispiele für die Folgen nennt er frühere kurzfristige Vollsperrungen der Rahmedetalbrücke und der Bonner Nordbrücke.

Offen bleibt nach der Vorlage, ob zusätzliche Kreditmöglichkeiten tatsächlich zu mehr Brückensanierungen führen. Ebenfalls unklar ist, ob die neuen Mittel auch für Neubauvorhaben genutzt werden könnten.

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