Zwei Personen sitzen auf der Holzterrasse eines modernen Tiny Houses, eine Frau mit Laptop im Vordergrund.
Tiny House: Um auf wenig Wohnraum leben zu können, braucht es eine gewisse innere Haltung. (Quelle: Halfpoint/getty-images-bilder)

Tiny Houses unterliegen in Deutschland dem Baurecht und keiner eigenen Definition

Oktober 17, 2026
1 min. lesezeit

Tiny Houses werden in Deutschland als Wohnalternative interessanter, weil Wohnen vor allem in großen Städten teurer wird. Der Begriff stammt aus den USA; dort gilt ein Tiny House nur bis zu einer Wohnfläche von 37 Quadratmetern als „tiny“.

Für Deutschland gibt es nach Angaben des Artikels bislang keine gesetzliche Definition, welche Kriterien ein Tiny House erfüllen muss. Üblich sind Wohnflächen zwischen 8 und 55 Quadratmetern.

Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren sagte: „In dem Moment, wo Sie etwas bauen, unterliegen Sie dem Baurecht“. Wer ein Tiny House als Erstwohnsitz nutzen will, braucht demnach einen festen Wohnsitz; ein mobiles Haus kann den Aufenthaltsort nicht ständig wechseln.

Reinhold-Postina ergänzte: „Der Bebauungsplan regelt das Baurecht in der Kommune“. Auch „Hier steht drin, was an welcher Stelle gebaut werden darf.“

Soll ein Tiny House dauerhaft auf einem Grundstück stehen, muss es wie jedes andere Haus genehmigt werden, auch wenn es auf einem Trailer steht. Hat es Räder und soll auf der Straße genutzt werden, gilt es als Caravan und braucht eine Zulassung, Versicherung, Steuer und technische Prüfung.

Dafür nennt der Artikel klare Maßstäbe: maximal vier Meter Höhe, 2,55 Meter Breite und 3,5 Tonnen Gewicht. Als Standorte kommen unter anderem Wohngebiete, Ferienhaussiedlungen oder Campingplätze mit Dauerstellplätzen infrage.

Nach Angaben des Bundesverbands Mikrohaus e.V. ist ein genehmigungsfähiges und energieeffizientes Mikrohaus unter 80.000 bis 90.000 Euro nicht zu haben. Hinzu kommen rund 15.000 Euro für Statik-, Wärme-, Schall- und Standsicherheitsnachweise, gegebenenfalls weitere 10.000 Euro für die Statik des Aufbaus.

Praktisch sollte das Grundstück laut Artikel mindestens 250 Quadratmeter groß sein, damit Zufahrt und Stellplatz untergebracht werden können. Als weitere Möglichkeit nennt der Beitrag ein Freizeitgrundstück, wenn das Tiny House vor allem als Ferienhaus genutzt wird.

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