Deutschland müsste nach einer Studie des Prognos-Forschungsinstituts im Auftrag der KfW bis 2045 rund sechs Billionen Euro investieren, um klimaneutral zu werden. Die Berechnungen beziehen sich auf den Zeitraum von 2025 bis 2045.
Im Schnitt ergibt das laut Studie ein jährliches Investitionsvolumen von rund 290 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 145 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich auf die Umstellung gegenüber einem fossilen Szenario.
Den größten Teil der Kosten sollen nach den Berechnungen Verbraucher und Unternehmen tragen. Der Staat würde demnach 12 Prozent der Bruttoinvestitionen übernehmen.
Nach der Aufteilung der Studie entfällt fast die Hälfte des Gesamtbedarfs auf den Verkehrssektor. Rund ein Viertel der sechs Billionen Euro ist dem Energiesektor zugeordnet.
Etwa ein Fünftel der Investitionen betrifft den Gebäudebereich, vor allem Wohngebäude. Knapp ein Zehntel des Bedarfs geht an die Industrie.
Die Autoren verweisen darauf, dass die Bruttosumme auch Investitionen umfasst, die selbst in einem fossilen Szenario nötig wären. Dadurch fällt der zusätzliche Klimaschutzaufwand niedriger aus als der Gesamtbetrag.
Zu den im Bericht genannten Rahmenbedingungen zählen zudem der Ausbau öffentlicher Netze, passende Finanzierungsbedingungen und Planungssicherheit. Diese Faktoren entschieden mit darüber, ob private Investitionen ausgelöst würden.
