Neubaur fordert Reform des Sexualstrafrechts zur Bekämpfung von Deepfakes

Neubaur fordert Reform des Sexualstrafrechts zur Bekämpfung von Deepfakes

März 21, 2026
1 min. lesezeit

Nordrhein-Westfalens stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) hat den öffentlichem Schritt von Collien Fernandes gelobt. In einem Gastbeitrag für die „Rheinische Post“ bezeichnete Neubaur Fernandes als „eine mutige Frau“. Sie äußerte, dass dieses öffentliche Bekenntnis ein starkes Signal an viele andere Frauen sende, die aus Angst vor Repressalien schweigen.

Neubaur machte deutlich, dass das Problem von Deepfakes längst kein Nischenthema mehr sei. Sie kritisierte, dass die Gesetzgebung in diesem Bereich hinterherhinkt. „Wer ein gefälschtes, sexualisiertes Bild einer Frau ins Netz stellt, zerstört Würde und Sicherheit – oft mit denselben Folgen wie physische Gewalt“, erklärte sie. Neubaur forderte eine Reform des Sexualstrafrechts, um digitale und physische Gewalt gleichzustellen. Es bestehe eine erhebliche Strafbarkeitslücke im Bereich von Deepfakes, die geschlossen werden müsse.

Zudem sprach sie sich für die Einrichtung spezialisierter Gerichte für sexuelle Gewalt aus, sowohl analog als auch digital, und nannte Spanien als Beispiel, wo solche Gerichte bereits existieren. Frauen, die Anzeige erstatten, sollten ein System vorfinden, das ihnen nicht das Gefühl gibt, selbst auf der Anklagebank zu sitzen.

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