Aumovio-Chef Philipp von Hirschheydt sagt, der Autozulieferer schließe im Zuge der Neuaufstellung deutsche Werke, baue Stellen ab und kürze die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich. Zugleich peilt das Unternehmen für 2027 wieder schwarze Zahlen an.
Seit der Abspaltung von Continental hat Aumovio seine Belegschaft deutlich verkleinert. Mitte 2026 arbeiteten nach den Angaben noch rund 78.000 Menschen für das Unternehmen, Ende 2022 waren es etwa 95.500.
Zum Umbau gehören nach Angaben des Konzernchefs Werksschließungen in Deutschland. Ein Standort in Babenhausen soll noch in diesem Jahr schließen, Gifhorn folgt im nächsten Jahr; Karben wurde bereits im vergangenen Jahr geschlossen.
Von Hirschheydt sagte auf die Frage nach einem Gewinnziel: „Ja. Für 2027 rechnen wir klar mit einem profitablen Ergebnis.“
Auch in der Entwicklung baut Aumovio ab. Laut dem Interview wurden dort mehrere tausend Stellen gestrichen, der Anteil der Ausgaben am Umsatz soll im kommenden Jahr auf unter 10 Prozent sinken. Vor dem Umbau habe der Bereich „ein bisschen aufgebläht“ gewirkt, sagte von Hirschheydt.
Gleichzeitig investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau eines Standorts in den USA. Dort betreibt Aumovio zwei Werke.
Weitere große Restrukturierungsprogramme seien derzeit nicht geplant, sagte von Hirschheydt. Maßnahmen in den kommenden zehn Jahren schließt das Unternehmen jedoch nicht aus. Aumovio war vor rund einem Jahr aus der Autosparte von Continental hervorgegangen und an die Börse gegangen.