Schaeffler ist nach enttäuschenden Quartalszahlen an der Börse unter Druck geraten und zeitweise auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen.
Die Aktie des Auto- und Industriezulieferers verlor am Vormittag 4,2 Prozent auf 5,70 Euro und lag damit am Ende des MDax. Zwischenzeitlich rutschte sie auf 5,63 Euro.
Im dritten Quartal stagnierte der Umsatz. Zugleich sank die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit).
Belastet wurde das Zahlenwerk auch durch Sonderabschreibungen und Rückstellungen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich im verlustreichen Geschäft mit der E-Mobilität. Schaeffler bestätigte dennoch die Prognose für das laufende Jahr sowie die Mittelfristziele für 2028.
Vanessa Jeffriess von Jefferies sagte, Umsatz und operatives Ergebnis hätten zwar ihren Erwartungen entsprochen, aber unter den durchschnittlichen Analystenschätzungen gelegen. Sie verwies dabei auf die branchenweite Reaktion auf die gesenkten Jahresziele des französischen Autozulieferers OPMobility in der vergangenen Woche.
Jose Asumendi von JPMorgan nannte die einmalige Sonderbelastung im Bereich E-Mobilität den entscheidenden Punkt im Zahlenwerk. Er schrieb, sie resultiere aus Wertminderungen und Rückstellungen im Zusammenhang mit rückläufigen Projektvolumina europäischer Autohersteller, insbesondere in China, sowie aus der Portfoliobereinigung in Teilen des Thermomanagements.
Gleichzeitig meldete Schaeffler im Geschäftsfeld Humanoide Robotik eine anhaltende Dynamik. Im dritten Quartal kamen dort zwei neue Kunden aus der Region Greater China hinzu, der Auftragsbestand stieg auf rund 400 Millionen Euro.
