Großer roter Stuhl vor einem XXXLutz-Gebäude mit Firmenlogo.
Möbelhaus der Kette XXXLutz (Archivbild): Der markante rote Stuhl steht vor vielen Filialen des Unternehmens. (Quelle: IMAGO/Frank Hoermann / SVEN SIMON/imago)

XXXLutz-Chef Kobler erwartet Zustimmung für Porta-Übernahme

Oktober 11, 2026
1 min. lesezeit

XXXLutz rechnet nach Angaben von Deutschlandchef Alois Kobler mit der Genehmigung der geplanten Übernahme der Porta-Gruppe. Das Unternehmen geht nach seinen Worten davon aus, dass der Abschluss bis Ende des ersten Quartals 2027 gelingt.

Die Europäische Kommission prüft den Deal seit Monaten. Nach den vorliegenden Angaben könnte sie am Montag entscheiden, ob sie das Verfahren in eine vertiefte Phase-II-Prüfung überführt.

Gleichzeitig untersucht die Kommission den Verdacht, XXXLutz habe vor der Freigabe Einfluss auf Porta genommen. Kobler weist das zurück. Es habe vor der kartellrechtlichen Zustimmung keine Zusammenarbeit gegeben, sagte er. Auf die Frage nach einem Treffen im Januar mit Porta-Vertretern antwortete er: „Das war’s“.

Porta bringt 26 Möbelhäuser, 95 Möbel-Boss-Discountfilialen und rund 6.000 Beschäftigte in die geplante Transaktion ein. XXXLutz spricht von der größten Übernahme in der Unternehmensgeschichte.

Eine Verletzung der Standstill-Verpflichtung kann laut Artikel mit einer Geldbuße von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes geahndet werden.

Kobler sagte zudem, Porta solle als Marke erhalten bleiben; XXXLutz werde nur dort ergänzt, wo es passe. Zu dem bekannten roten Stuhl des Unternehmens sagte er, dieser koste je nach Größe rund 200.000 Euro. Auf die Frage, was sich für die Beschäftigten ändere, sagte er: „Alles wird besser.“

XXXLutz gibt an, mehr als 400 Filialen in 14 europäischen Ländern zu betreiben. In Deutschland kommt die Gruppe nach eigenen Angaben auf 58 Möbelhäuser und 54 Mömax-Standorte.

Kobler arbeitet seit 1990 bei XXXLutz, seit 2010 leitet er das Deutschlandgeschäft. Die Porta-Gruppe wurde 1965 in Porta Westfalica gegründet.

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