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Olympia-Bewerbung: München ist Deutschlands Kandidat für 2036, 2040 oder 2044

September 27, 2026
1 min. lesezeit

Der Deutsche Olympische Sportbund hat sich in Baden-Baden für München als deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 entschieden. Im direkten Vergleich setzte sich die bayerische Landeshauptstadt gegen Köln-Rhein-Ruhr durch.

Damit rückt das Ziel näher, erstmals seit 1972 wieder Olympische Spiele nach Deutschland zu holen. Welches der drei möglichen Jahre am Ende tatsächlich verfolgt wird, hängt vom weiteren Verfahren und von den Gesprächen mit dem Internationalen Olympischen Komitee ab.

Am Grundkonzept soll sich wenig ändern. Die vorgesehenen Sportstätten bleiben im Kern bestehen; nur Fußballspiele in Stuttgart und die Segelwettbewerbe in Kiel wären außerhalb Bayerns geplant.

Die Macher wollen die Bewerbung nun nachschärfen und dabei auch Anregungen aus den unterlegenen deutschen Konzepten prüfen. DOSB-Präsident Thomas Weikert sagte, Deutschland müsse eine möglichst starke internationale Bewerbung vorlegen. Dafür müssen dem IOC nun Detailpläne und finanzielle Garantien präsentiert werden.

Der Zeitrahmen ist lang: Die erste Vorauswahl für die Sommerspiele 2036 soll im März 2027 abgeschlossen sein. Bis Ende 2028 ist eine weitere Runde strategischer Verhandlungen vorgesehen, die entscheidende IOC-Session soll Mitte 2029 stattfinden.

Auch finanziell ist noch vieles offen. Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause kalkuliert mit rund zehn Milliarden Euro. Nach seiner Einschätzung würden etwa fünf Milliarden Euro auf die Durchführung und weitere fünf Milliarden Euro auf Infrastruktur entfallen, vor allem auf das olympische Dorf und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verwies auf Sponsoring sowie auf Beiträge von Stadt, Freistaat und Bund als mögliche Säulen der Finanzierung. Mit dem Bund sollen nun Gespräche über eine Beteiligung beginnen, weil bestimmte Infrastrukturvorhaben schon vor einer IOC-Entscheidung angestoßen werden müssten.

Die internationale Konkurrenz ist noch nicht vollständig absehbar. Als mögliche europäische Mitbewerber werden unter anderem Budapest, Istanbul, Madrid, der Norden Großbritanniens und die Toskana genannt. Aus Asien kommen Indien und Katar als mögliche Bewerber hinzu, doch ob diese Kandidaturen am Ende tatsächlich eingereicht werden, ist offen.

Auch der genaue Austragungszeitraum steht noch nicht fest. Deutschland will die Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 erst im weiteren Verlauf festlegen.

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