Porträt eines älteren Mannes mit Brille vor blauem Hintergrund.

Bundestag fordert umfassende Evaluation von Pränataltests

Oktober 10, 2026
1 min. lesezeit

Der Bundestag hat die Bundesregierung aufgefordert, die Auswirkungen nichtinvasiver pränataler Tests umfassend zu evaluieren. Die Prüfung soll medizinische und ethische Folgen der Untersuchungen erfassen.

Helmut Frister, Vorsitzender des Deutschen Ethikrats, begrüßte die Entscheidung. Der Rat hatte bereits 2013 in einer Stellungnahme zur Gendiagnostik vor einer hohen Zahl falsch positiver Ergebnisse und möglichen negativen Folgen einer flächendeckenden Anwendung gewarnt.

Bei den Tests wird das Blut Schwangerer untersucht, um Hinweise auf bestimmte genetische Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind zu erhalten. Ein auffälliges Ergebnis gilt dabei nicht als abschließender Krankheitsnachweis und muss medizinisch weiter abgeklärt werden.

Frister hält nach eigenen Angaben eine Beschneidung individueller Möglichkeiten nicht für den richtigen Weg. Wichtiger sei eine bessere Beratung werdender Eltern, damit sie eine bewusstere und abgewogenere Entscheidung treffen können.

Im Zentrum der Evaluation stehen nach dem Text die Qualität der Aufklärung, der Umgang mit auffälligen Ergebnissen und die Frage, wie gesellschaftlicher Druck auf Familien vermieden werden kann. Die Entscheidung setzt auf Beobachtung und Beratung, nicht auf ein unmittelbares Verbot der Tests.

Der Test bleibt dem Text zufolge zunächst als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung bestehen. Welche konkreten Regeln aus der Evaluation folgen, ist offen.

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