Blick von einer Windkraftanlage über Felder und Waldlandschaft unter blauem Himmel mit Wolken.

28 Unternehmen fordern verlässliche Klimapolitik von der Bundesregierung

Oktober 10, 2026
1 min. lesezeit

Ein Bündnis von 28 Unternehmen hat am 8. Oktober 2026 im Bundestag-Ausschuss für Wirtschaft und Energie den Appell „Klimaschutz ist Standortpolitik“ vorgelegt und die Bundesregierung zu verlässlicheren klimapolitischen Rahmenbedingungen aufgefordert. Nach Angaben der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner ist Klimaschutz für Wirtschaft und Industrie keine Nebensache, sondern eine Frage der Standort- und Zukunftssicherung.

Der Appell verweist auf einen Sommer mit extremer Hitze und Dürre, der nach Darstellung der Unternehmen Erträge minderte, Arbeitsabläufe verlangsamte und die Leistungsfähigkeit technischer Systeme einschränkte. Hinzu kamen niedrige Wasserstände und ungewöhnlich viele Hitzetage, die nach Angaben der Signatarinnen und Signatare auch Investitionsentscheidungen beeinflussten.

Das Robert Koch-Institut beziffert die Zahl der Todesopfer in Deutschland in diesem Sommer auf rund 16.000. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner schreiben: „Der Sommer 2026 war“ „für viele Unternehmen, Arbeitgebende und Arbeitnehmende kein Wetterereignis, sondern ein Betriebsrisiko.“

Zu den Initiatoren gehören unter anderem EWS Elektrizitätswerke Schönau, Green Planet Energy, naturstrom und die Bürgerwerke. Als weitere Unterzeichnende werden Unternehmen wie Prokon Regenerative Energien, GLS Bank und OHRMANN GmbH genannt.

In dem Schreiben kritisieren die Unternehmen die Bundesregierung dafür, Klimaschutzinstrumente zurückzufahren. Dadurch würden politische Rahmenbedingungen weniger verlässlich, heißt es in dem Appell.

Gefordert werden ein verlässlicher und ambitionierter CO2-Preis, der Einsatz von Mitteln aus dem Klima- und Transformationsfonds für Investitionen, ein verbindlicher Pfad zu einer vollständig erneuerbaren Energieversorgung sowie die Verankerung von Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz als gemeinsame Verfassungsaufgabe. Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner verstehen Klimapolitik dabei als wirtschaftliche Zukunftssicherung.

Alexander Sladek von EWS Schönau sagte, der Sommer 2026 habe Deutschland extreme Hitze, Dürre und Niedrigwasser gebracht. Alrun Ohrmann von OHRMANN GmbH forderte verlässliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und sprach sich dafür aus, Klimapolitik als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz zu verankern.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Nicht verpassen