Die wichtigsten Börsen in Ostasien haben am Mittwoch überwiegend nachgegeben, die Verluste blieben aber meist begrenzt. Höhere Ölpreise belasteten die Stimmung an den Märkten.
Nach Einschätzung von Strategen der Deutschen Bank überlagerten die steigenden Ölpreise die Erholungsversuche. Sie verwiesen zugleich auf eine neue Angriffswelle im Nahen Osten, die Zweifel an einer nachhaltigen Erholung der Energieversorgung aus dem Persischen Golf verstärkte und die Inflationssorgen erhöhte.
Saudi-Arabien fing nach Angaben aus dem Marktumfeld weitere Raketen und Drohnen der Huthi aus dem Jemen ab. Ein Ende der Kämpfe mit der vom Iran unterstützten Miliz ist damit weiter nicht in Sicht.
Der japanische Nikkei-225 schloss mit 67.744,29 Punkten praktisch unverändert. In Südkorea verlor der Kospi 0,4 Prozent.
In Hongkong zeigte sich der Hang-Seng-Index zuletzt kaum verändert, während der chinesische CSI 300 um 1,3 Prozent fiel. Auch der australische S&P ASX 200 gab um 0,64 Prozent auf 8.727,87 Punkte nach.
Im Technologiesektor setzte sich der Druck auf Halbleiterwerte fort, nachdem neue Zahlen des niederländischen Ausrüsters ASML vorgelegt worden waren. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets sagte dazu: „Trotz solider Geschäftszahlen konnte der Ausblick nicht überzeugen“. Er ergänzte: „Die Skepsis gegenüber den hohen Bewertungen im Technologiesektor wächst.“
Deutsche-Bank-Strategen verwiesen außerdem auf gemischte Inflationssignale aus China. Die Verbraucherpreise im September lagen unter den Erwartungen, die Erzeugerpreise stiegen auf ein Vierjahreshoch. Zugleich waren die jüngsten Import- und Exportdaten aus China stärker ausgefallen als erwartet.
