Der Bundesrechnungshof warnt in einem Bericht an den Haushaltsausschuss vor einer wachsenden Belastung des Bundeshaushalts durch die gesetzliche Rentenversicherung. Nach heutiger Gesetzeslage müsste der Bund im Jahr 2040 voraussichtlich 36,7 Prozent seiner Steuereinnahmen an die Rentenkasse überweisen.
Derzeit liegt der Anteil laut Bericht bei rund 29 Prozent. Mit dem geplanten Rentenreformpaket könnte der ergänzende Finanzbedarf der Rentenversicherung bis 2040 auf fast 46 Prozent der Steuereinnahmen steigen.
Besonders kritisch sehen die Rechnungsprüfer die geplante dauerhafte Rentenniveaugarantie für Neurentner. Finanziert werden soll sie längerfristig mit einer neuen Kapitalrente; verzögert sich deren Einführung oder fallen die Renditen niedrig aus, müsste der Bundeshaushalt auch diese Lücke schließen.
Auch das Ende 2025 beschlossene erste Rentenpaket der Koalition bewertet der Rechnungshof kritisch. Dessen Folgekosten für den Haushalt beziffert der Bericht bis 2040 auf insgesamt 210 Milliarden Euro.
Die Prüfer warnen davor, die angekündigte große Rentenreform ohne ausreichenden Blick auf die Kostenfolgen zu verwässern.