Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Gasversorger Sefe angewiesen, für die Winterversorgung acht Terawattstunden Gas zu beschaffen und einzuspeichern. Das Unternehmen teilte mit, es habe die Weisung vom BMWE als Vertreter des Anteilseigners erhalten; Frist ist der 15. Dezember.
Ende September waren die deutschen Gasspeicher zu 57,74 Prozent gefüllt. Der Artikel beschreibt das als historischen Tiefstand. Nach Angaben des Berichts interveniert die Bundesregierung damit zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren am Gasmarkt, um die Versorgung für den Winter abzusichern.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wollte diesen Schritt demnach vermeiden, sah sich aber kurz vor dem Winter zu einer formellen Anordnung gezwungen. Sie habe die Maßnahme zuvor mit dem Kanzler besprochen.
Reiche will laut Bericht hohe Gaspreise verhindern und Sefe zugleich Spielraum geben, wann und zu welchen Preisen das Unternehmen einkauft. Andere Gastrader bleiben demnach ebenfalls verpflichtet, sich auf den Winter vorzubereiten.
Die Bundesregierung hatte Anfang September bereits eingeräumt, dass sich einige Speicher nicht mehr vollständig füllen lassen. Dies sei „technisch nicht mehr möglich“.
Der Bericht vergleicht die aktuelle Lage mit 2022, als die damalige Regierung Gas „zu jedem Preis“ kaufte und die Preise stark stiegen. Der Staat kostete das nach Darstellung des Artikels Milliarden Euro.
Gasspeicherverband Ines und Gastrader hatten nach Angaben des Berichts wiederholt vor Speicherproblemen und möglichen Engpässen gewarnt.
