Nach dem Angriff auf den Flugkapitän eines FlyDubai-Flugs von Dubai nach Tel Aviv ist der Kopilot identifiziert worden. Der omanische Staatsbürger wurde in die Vereinigten Arabischen Emirate überstellt, wo israelische, saudische und emiratische Behörden ihn befragen.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Artikels am Mittwoch im Cockpit. Der Kopilot soll den Kapitän mit einem Messer oder einer im Cockpit vorhandenen Axt angegriffen und versucht haben, die Maschine zum Absturz zu bringen.
Der Kapitän konnte den Angriff abwehren, die Cockpittür entriegeln und so Passagieren ermöglichen, den Kopiloten zu überwältigen. Anschließend übernahmen zwei außer Dienst befindliche Piloten die Kontrolle über das Flugzeug.
Die Boeing 737 landete notfallmäßig im saudi-arabischen Tabuk. Nach Angaben von Flightradar24 verlor sie innerhalb etwa einer Minute rund 4.900 Meter an Höhe.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, der Kopilot sei islamistisch radikalisiert worden und habe das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz bringen wollen. Die Ermittler prüfen zudem, ob er im Auftrag anderer handelte.
Nach Angaben von CBS News soll der Mann zuvor bei Oman Air gearbeitet haben. Dort habe er demnach radikale Websites besucht und sei deshalb auf einen Büroarbeitsplatz versetzt worden; Oman Air habe er 2024 verlassen und sei später von FlyDubai eingestellt worden. Eine Überprüfung durch die omanische Regierung soll dabei nicht erfolgt sein.
Die Ermittlungen liegen nach Angaben des Artikels bei den Vereinigten Arabischen Emiraten, weil die Maschine dort registriert ist. Angaben zu einer Anklage oder Verurteilung gibt es bislang nicht.