Sophie Koch, die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt, plant, Bundeskanzler Friedrich Merz zum Christopher-Street-Day (CSD) einzuladen. „Wir werden ihn auf jeden Fall einladen“, äußerte Koch in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie erklärte, dass sie sich freuen würde, wenn der Kanzler an der Veranstaltung teilnehmen würde.
Koch hat bisher noch nicht die Gelegenheit gehabt, persönlich mit Merz über die Anliegen der queeren Community zu sprechen, jedoch führte sie positive Gespräche mit Kanzleramtsminister Thorsten Frei und Ehrenamtsministerin Christiane Schenderlein. „Wir arbeiten dran“, bezieht sich Koch auf die Bemühungen für eine baldige Diskussion mit dem Kanzler.
Ein weiterer Vorschlag von Koch betrifft den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT). Sie fordert, dass an diesem Tag die Regenbogenflagge auf allen Ministerien und dem Bundestag gehisst wird, idealerweise mit einem begleitenden Rahmenprogramm. Ihr Ziel ist es, die Regierung als unterstützende Instanz für die queere Community zu positionieren, ohne eine Flaggendebatte anzustoßen.