SPD und Union drängen die Bundesregierung, einen Gesetzentwurf für die geplante Work-and-Stay-Agentur vorzulegen. Im Mittelpunkt steht weiter die Frage, wie weit Zuständigkeiten der mehr als 500 Ausländerbehörden beim Bund gebündelt werden sollen.
Das zugehörige Eckpunktepapier liegt seit November 2025 vor. Nach Angaben der SPD-Fraktion treiben das Bundesarbeitsministerium und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas die Umsetzung mit Nachdruck voran.
Auch die Union fordert ein schnelles Vorgehen. Sie verweist auf 280 Millionen Euro, die im kommenden Haushaltsjahr für das Vorhaben vorgesehen sind.
Für die nächsten Schritte brauche es Klarheit bei der noch offenen Frage der Zentralisierung, sagte die migrationspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Rasha Nasr. Dafür sei eine Entscheidung des Bundesinnenministeriums nötig.
Das Innenministerium teilte mit, die Vorarbeiten zur Übersetzung der Eckpunkte in konkrete Anforderungen und Arbeitsaufträge seien noch nicht vollständig abgeschlossen. Das Bundesarbeitsministerium erklärte, die notwendigen Entscheidungen zur konkreten Ausgestaltung sollten noch in diesem Herbst fallen.
Die geplante Agentur soll die Einwanderung internationaler Fachkräfte organisatorisch vereinfachen. Zwischen Bund, Ländern und Kommunen würde sich damit die bisherige Aufgabenverteilung verschieben.
Markus Reichel, zuständiger Berichterstatter der Unionsfraktion, sagte: „Deutschland brauche Fachkräfte schneller, als die bestehenden Verfahren sie ins Land brächten.“
