Am 26. September 2026 wurde über einen Medienstreit im Zusammenhang mit einem Wahlkampfbeitrag von Roberto Vannacci, dem Vorsitzenden der Partei Futuro Nazionale, berichtet. Vannacci verbreitete ein mithilfe künstlicher Intelligenz verändertes Bild der Abgeordneten von Forza Italia und stellvertretenden Ministerin für parlamentarische Beziehungen, Matilde Siracusano.
Auf dem Ausgangsfoto trug Siracusano unter ihrem Jackett eine weiße Bluse. In der veröffentlichten Version war stattdessen ein deutlich tieferer Ausschnitt zu sehen. Das Bild wurde im Zusammenhang mit Angriffen auf ihren Partner, den Präsidenten der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto, verbreitet. Der Vorgang fiel zeitlich mit den Nachwahlen in Reggio Calabria zusammen.
Siracusano bezeichnete die Verwendung ihres Körpers in politischer Werbung als entwürdigend und erklärte, sie wolle Beschwerde einreichen. Occhiuto forderte Vannacci zu einer konstruktiven politischen Debatte auf, anstatt ein gefälschtes Bild einer Frau zu verwenden.
Vannacci bestreitet, das Bild selbst verändert zu haben. Nach seiner Darstellung übernahm er es unverändert aus einem Blog. Der Autor des Blogs räumte dagegen ein, dass das Bild mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und der Ausschnitt ebenfalls rekonstruiert worden sei. Er bezeichnete die Darstellung als Satire.
Der Fall wird im vorliegenden Material als Beispiel für den Einsatz generativer künstlicher Intelligenz zur politischen Diskreditierung und für personalisierte Angriffe im Wahlkampf eingeordnet. Diese Bewertung sowie die darüber hinausgehende Einordnung in russische Einflusspraktiken sind politische beziehungsweise analytische Einschätzungen und stellen keine unabhängig bestätigten Tatsachen dieses Berichts dar.
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