Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor verstärkten iranischen Beschaffungsaktivitäten in Deutschland. Nach Einschätzung der Behörde versucht Teheran, westliche Technologie für sein Raketenprogramm und weitere militärische Vorhaben zu erlangen.
Aus einem neuen Lagebild des Verfassungsschutzes zur Cyber- und Spionageabwehr geht hervor, dass die Behörde bei der iranischen Trägertechnologie und dem Raketenprogramm „anhaltend hohe Beschaffungsaktivitäten“ mit „steigender Tendenz“ registriert hat.
Vor dem Hintergrund des seit Februar 2026 andauernden Irankriegs geht der Verfassungsschutz davon aus, dass Iran große Anstrengungen unternehmen wird, seine Arsenale wieder aufzufüllen und perspektivisch deutlich auszubauen. Der Iran sei dafür weiter auf westliche Technologie angewiesen.
Deutschland stehe als weltweit führender Hersteller relevanter Produkte besonders im Fokus der Beschaffungsaktivitäten.
Die seit September 2025 wieder geltenden Sanktionen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union erschwerten den Zugang zu entsprechenden Gütern. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes führte das zu „verschleiernden und konspirativen Verhaltensweisen iranischer Akteure“.
Die Behörde warnt außerdem vor einer wachsenden Gefahr russischer Sabotageakte in Deutschland. Es gebe eine „weiter sinkende Hemmschwelle für Sabotageakte mit Kollateralschäden“.
