Zum 3. Oktober hat die SED-Opferbeauftragte des Bundestages, Evelyn Zupke, Fortschritte bei der Aufarbeitung der DDR-Diktatur hervorgehoben. Als Beispiel nannte sie den bundesweiten Härtefallfonds, aus dem seit dem 9. November 2025 rund eine Million Euro an etwa 300 Menschen ausgezahlt wurden.
Zupke sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: „Die Deutsche Einheit ist keine Ziellinie, die wir irgendwann überqueren – sondern ein Prozess“.
Der Fonds richtet sich an Menschen, die wegen der SED-Diktatur rehabilitiert wurden und sich heute in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden. Nach ihren Angaben können seit 2025 auch Betroffene in Westdeutschland unterstützt werden.
Zupke bezeichnete den Fonds als „ein Stück weit gelebte Deutsche Einheit“. Mit Blick auf die Opfer der DDR-Diktatur sagte sie, noch rund 37.000 Menschen bezögen die sogenannte Opferrente.
Anspruch darauf haben Menschen, die in der DDR aus politischen Gründen länger als 90 Tage inhaftiert waren. Zwischen 1945 und 1989 habe es demnach etwa 250.000 politische Häftlinge in Haftanstalten und Jugendwerkhöfen gegeben.