Die Suche nach einem Investor für Leuna Polyamid ist gescheitert. Nach der Insolvenz des Chemieunternehmens in Leuna rechnet der Bericht mit Kosten für Sachsen-Anhalt in Millionenhöhe, weil der Standort kontrolliert gesichert und schrittweise stillgelegt werden muss.
Der Betrieb lasse sich nicht einfach abschalten, weil Leuna Polyamid Teil eines technisch eng vernetzten Chemieverbunds sei. Ein ungeordneter Stopp könne deshalb Risiken für Menschen und Umwelt auslösen.
Für die nächsten Schritte ist ein Insolvenzverwalter eingesetzt worden. Nach Angaben des Berichts soll das Land Sachsen-Anhalt die Kosten für die erforderliche Sicherung und die kontrollierte Stilllegung tragen.
Das Landesverwaltungsamt beziffert die möglichen Ausgaben auf bis zu 30 Millionen Euro. Von der Kündigung seien rund 440 Beschäftigte betroffen.
Für die Belegschaft ist eine Transfergesellschaft geplant, um den Übergang in neue Arbeit zu erleichtern.
Die Schwierigkeiten des Unternehmens werden in dem Bericht auch mit den Bedingungen am Chemie- und Industriemarkt verknüpft, darunter hohe Energiepreise und der Wettbewerb aus China.