Daniel Altmaier ist bei den French Open in die dritte Runde eingezogen. Auch eine Regenunterbrechung brachte ihn nicht aus der Ruhe. Der 26-Jährige setzte sich in Paris in einem zähen Spiel über 3:32 Stunden 6:2, 4:6, 6:3, 7:5 gegen den Tschechen Vit Kopriva durch.
„Der Sieg ist sehr wichtig. Es ist wichtig, locker zu bleiben, das ist mir zwischenzeitlich nicht so gut gelungen“, sagte Altmaier bei Eurosport: „Wenn man bei dem Wind ein bisschen steif ist, hat man keine guten Schläge. Man muss bei jeden Bedingungen Wege finden, gewinnen zu können – die habe ich heute gefunden.“
Den ersten Satz gewann Altmaier, 26, in nur 34 Minuten 6:2. Er erlaubte sich im ersten Durchgang nur halb so viele unerzwungene Fehler wie sein Gegner Kopriva. Es war ein überzeugender Auftritt. Im zweiten Satz ließ Altmaier nach, gleichzeitig wurde Kopriva stärker. Er brachte 83 Prozent seiner Aufschläge ins Feld, der Satz ging mit 6:4 an ihn.
Altmaier liegt zurück – und dreht dann auf
Im dritten Satz lag Altmaier bereits mit 0:2 hinten, dann drehte er auf. Altmaier zwang Kopriva eine lange Rallye auf, er erkämpfte sich Break-Bälle, so wurde aus einem 0:2 ein 5:2. Kopriva schimpfte. Er haderte. Beinahe hätte er seinen Schläger zertrümmert.
Am Ende gewann Altmaier den dritten Satz mit 6:3. Auch eine längere Regenunterbrechung im vierten Durchgang brachte ihn nicht mehr entscheidend aus dem Konzept, auch wenn das Spiel mehrmals auf der Kippe stand: Alleine in Satz vier wehrte Altmaier neun Breakbälle ab, ehe er Kopriva vorentscheiden zum 6:5 den Aufschlag abnahm.
Bei den French Open schlägt er immer noch am liebsten auf. Zu beobachten war das zuletzt vor einigen Tagen: In der ersten Runde hatte Altmaier noch überraschend gegen Taylor Fritz 7:5, 3:6, 6:3, 6:1 gewonnen. Später sagte Altmaier: „Das ist mein favorisiertes Turnier für immer“. Ein Mann für die große Sandplatz-Bühne, so schien es. Und die Geschichte geht weiter.
Machbare Gegner für Altmaier
Und sie könnte für den Kempener diesmal noch ein Stück weiter gehen, auf Altmaier warten durchaus machbare Aufgaben. In der dritten Runde spielt der Weltranglisten-66. voraussichtlich am Freitag gegen Hamad Medjedovic (Serbien), die Nummer 74 im ATP-Ranking. Im Achtelfinale wäre dann der an 15 gesetzte US-Amerikaner Frances Tiafoe der schwerstmögliche Gegner.
Altmaier war einer von nur zwei deutschen Männern in Runde zwei, am Donnerstag kann ihm Mitfavorit Alexander Zverev in die Runde der letzten 32 folgen. Der Hamburger trifft am Mittag auf den Niederländer Jesper De Jong.