DocMorris hat im dritten Quartal 2026 das Wachstum deutlich beschleunigt und zugleich seine Jahresprognose angehoben. Der Online-Apothekenkonzern nannte das Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland als wichtigsten Treiber.
Der Umsatz des Konzerns stieg im dritten Quartal um 21 Prozent auf 343 Millionen Schweizer Franken. In den ersten neun Monaten erreichte DocMorris einen Umsatz von 971 Millionen Franken, ein Plus von 14 Prozent.
Besonders stark legte das Rezeptgeschäft in Deutschland zu: Der Erlös stieg im Quartal um 78 Prozent auf 108 Millionen Franken. Die Zahl der aktiven Kunden erhöhte sich im Jahresvergleich um 1,5 Millionen auf 13,1 Millionen. Allein im dritten Quartal kamen 200.000 aktive Kunden hinzu.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet DocMorris nun ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 12,5 bis 15,0 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen 9 bis 13 Prozent in Aussicht gestellt.
Auch die Ergebniserwartung wurde angehoben. DocMorris rechnet nun mit einem bereinigten Ebitda-Verlust von weniger als 10 Millionen Schweizer Franken, nach bisher 10,0 bis 17,5 Millionen Franken. Im dritten Quartal erreichte das Unternehmen nach eigenen Angaben mit 0,6 Millionen Franken bereits die Gewinnschwelle auf bereinigter Ebitda-Basis.
Finanzchef Daniel Wüest verwies dabei neben dem Wachstum auf eine höhere Kosten- und Marketingeffizienz. DocMorris bekräftigte zudem das Ziel, im Jahr 2027 einen positiven freien Cashflow zu erreichen. Die Investitionen sollen im laufenden Jahr unter 30 Millionen Franken bleiben.
Zum deutschen Nicht-Rezeptgeschäft teilte das Unternehmen mit, der Umsatz sei um 5,5 Prozent auf 218 Millionen Franken gestiegen. Die Telemedizin-Tochter TeleClinic erzielte im dritten Quartal 14 Millionen Franken Umsatz, was in Lokalwährungen einem Plus von 46 Prozent entsprach.
